Junger Fußgänger stirbt auf Talstraße in Lüdenscheid: Fahrerflucht

LÜDENSCHEID ▪ Bei einem schrecklichen Unfall auf der Talstraße hat ein bislang unbekannter Autofahrer am Samstagmorgen gegen 2.30 Uhr einen 21-jährigen Lüdenscheider überfahren. Dann ließ er den Sterbenden auf dem Asphalt liegen, ohne sich um ihn zu kümmern und ergriff die Flucht.

Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot von 60 Beamten die ganze Stadt nach dem Täter und seinem beschädigten Auto ab. Bis Redaktionsschluss gestern Abend jedoch ohne Erfolg.

Nach letzten Erkenntnissen war der junge Mann mit Freunden per Taxi auf dem Heimweg von einer Party in Schalksmühle. Aus bislang ungeklärten Gründen verließ der 21-Jährige das Taxi aber unterhalb der Pöppelsheimer Mühle. Nur wenig später muss es zu dem Unfall gekommen sein. Das Opfer erlitt nach Angaben von Polizeisprecher Dietmar Boronowski schwerste Kopfverletzungen. Ein weiterer Taxifahrer fand den Toten. Er lag, in Fahrtrichtung Innenstadt, am Rand der rechten Fahrspur.

Der junge Mann hatte keinen Ausweis bei sich, so dass seine Identität zunächst unklar blieb. Ein Sachverständiger aus Schwelm begutachtete den Leichnam und die Unfallstelle. Es fanden sich aber keine verwertbaren Spuren des Autos, keine Bremsspuren, keine Scherben.

Noch während der ersten Ermittlungen meldete sich eine Lüdenscheiderin am frühen Samstagmorgen auf der Polizeiwache an der Bahnhofstraße und meldete ihren Sohn als vermisst. Erst gegen 9 Uhr war klar, um wen es sich bei dem Toten handelt. Es war tatsächlich der Sohn der Anzeigeerstatterin.

Aufruf der Polizei

Die Polizei sucht Zeugen. Hier können Sie den Aufruf lesen.

Die Polizei zog alle Kräfte der Früh- und der Spätschicht zusammen und holte Verstärkung aus umliegenden Städten. Der Führungsstab unter der Leitung von Polizeioberrat Bernd Scholz teilte die Stadt in fünf Bezirke ein und sammelte alle verfügbaren Informationen. Streifenpolizisten durchkämmten die Wohngebiete und suchten in Schuppen, Garagen, auf Hinterhöfen und besonders in Autowerkstätten nach dem Wagen des Täters. Ab mittags kreiste ein Polizeihubschrauber über der Stadt, neben dem Piloten eine ortskundige Polizistin an Bord. Am Nachmittag bezeichnete Boronowski die Aktion als „Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen“.

An der Unfallstelle versammelten sich am Samstag zeitweise bis zu 15 Jugendliche. Eine Streife brachte einen der Jugendlichen zur Vernehmung auf die Wache, der mutmaßlich mit dem Opfer zusammen in dem Taxi unterwegs gewesen ist. Doch zuverlässige Erkenntnisse brachte die Vernehmung laut Dietmar Boronowski nicht. „Die waren wohl alle sternhagelvoll.“ Eine Obduktion des 21-Jährigen soll weiteren Aufschluss geben.

Am Samstag waren die Beamten bis zur Erschöpfung im Stadtgebiet unterwegs. Gestern Morgen ab 9.30 Uhr lief die Aktion weiter. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 90 99-0 entgegen.

Quelle: wa.de

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