Herbst belebt NRW-Arbeitsmarkt

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DÜSSELDORF - Im Herbst fallen jedes Jahr die Arbeitslosenzahlen, wenn junge Leute Studium und Ausbildung beginnen. NRW-weit war der September bisher der beste Monat des Jahres. Aber regional bleiben große Probleme - etwa an der Ruhr - und Ältere ab 50 haben es weiter schwer.

Die alljährliche Belebung des Arbeitsmarktes im Herbst hat in NRW die Arbeitslosenzahlen von September auf den niedrigsten Stand des Jahres fallen lassen. Knapp 747 000 Menschen waren landesweit als arbeitslos registriert - 3,3 Prozent weniger als im August und 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das teilte die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Die NRW-Arbeitslosenquote beträgt im September 8,1 Prozent (Vorjahr 8,2), bundesweit sind es 6,5 Prozent.

Erheblichen Anteil an der positiven Entwicklung haben laut Arbeitsagentur jüngere Arbeitslose unter 25, die mit dem Beginn ihres Studiums, einer Ausbildung oder der Übernahme nach der Lehre im Herbst aus der Statistik verschwinden. Ältere Arbeitslose mit 50 und mehr Jahren haben es dagegen weiter schwer: Ihre Zahl stieg im September binnen Jahresfrist um 1,4 Prozent auf rund 226 000 Menschen.

Auch regional zeigt sich nicht überall ein positives Bild: zwei Drittel der Arbeitsagenturbezirke unterschritten zwar die Vorjahreswerte. Bielefeld, Bonn, Mönchengladbach und Wesel am Rand des Ruhrgebietes legten aber zu. Die Arbeitslosenquote im industriell geprägten Ruhrgebiet liegt mit 11 Prozent weiter deutlich über dem Landesschnitt.

Insgesamt seien neben der saisonalen Entwicklung auch verhalten positive Konjunktur-Einflüsse nicht zu übersehen, sagte die NRW-Chefin der Arbeitsagentur, Christiane Schönefeld. Die Arbeitskräftenachfrage lege zu: rund 107 000 sozialversicherungspflichtige Stellen waren im September ausgeschrieben, 12,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Schönefeld rechnet auch für das vierte Quartal mit sinkenden Arbeitslosenzahlen. - dpa

Quelle: wa.de

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