CSU: Meinungsfreiheit gilt auch beim Thema Homo-Ehe

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Beckstein möchte, dass auch konservative Ansichten zur Homo-Ehe respektiert werden.

Köln - Der CSU-Politiker Günter Beckstein (CSU) hat dafür geworben, in der Debatte über die Homo-Ehe konservative Meinungen wie die der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu akzeptieren.

Gesellschaftlicher Wandel brauche Zeit, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Kramp-Karrenbauer hatte argumentiert, wenn die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft rechtlich mit der Ehe gleichgestellt werde, seien andere Forderungen nicht auszuschließen, "etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen".

Wegen dieser Äußerungen wurde sie vehement angegriffen. Laut Beckstein ist es heute gesellschaftlicher Konsens, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu akzeptieren.

Die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD sehe vor, rechtliche Benachteiligungen zum Beispiel im Steuerrecht vollständig abzubauen, sagte er. Die Sichtweise von Kramp-Karrenbauer ist laut Beckstein nicht sinnvoll, aber durch die Meinungsfreiheit in Deutschland geschützt.

Beckstein betonte zugleich, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stünden. Dies sei im Grundgesetz festgehalten. Es bestehe auch keinerlei Zweifel, dass die Väter der Verfassung mit Ehe die Verbindung von Mann und Frau gemeint hätten, da zu dieser Zeit ausgelebte Homosexualität noch eine Straftat gewesen sei. - epd

Quelle: wa.de

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