Seniorin ermordet: Zehn Jahre Haft für 25-Jährigen

MÜNSTER - Vier Jahre lang tappten die Ermittler im Dunkeln. Dann führte sie ein DNA-Treffer auf die Spur des Mörders einer 71-jährigen Frau. Am Freitag verurteilte das Schwurgericht Münster den einzigen Verdächtigen wegen Mordes zu zehn Jahren Haft.

Vor vier Jahren war eine 71-jährige Frau aus Hörstel im Kreis Steinfurt mitten in der Nacht von einem Einbrecher niedergestochen und tödlich verletzt worden. Der 25-Jährige hatte an der Terrassentür einen Fingerabdruck hinterlassen, der ihm später bei einem routinemäßigen DNA-Abgleich zugeordnet werden konnte.

Im Prozess hatte er zu den Vorwürfen geschwiegen. Eine lebenslange Haftstrafe wurde nicht verhängt, weil der Angeklagte wegen seines Drogenkonsums zur Tatzeit vermindert schuldfähig war.

Nach seiner Festnahme im April 2013 hatte der 25-Jährige zunächst einen Bekannten des Mordes beschuldigt. Er selbst will nur Schmiere bei einem Einbruch gestanden haben. Das Schwurgericht Münster ist jedoch überzeugt, dass der Angeklagte Alleintäter war. Die Seniorin war von insgesamt fünf Messerstichen getroffen worden. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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