Schrecklicher Unfall zwischen Balve und Sundern / Polizei sucht Zeugen

Frau (70) stirbt bei Frontalzusammenstoß im Sauerland - Unfallfahrer alkoholisiert

+

[Update, 12.51 Uhr] Balve/Sundern - Schrecklicher Unfall im Sauerland: Eine 70-jährige Frau aus Neheim kam am späten Mittwochabend bei einem Frontalzusammenstoß zwischen Sundern und Balve ums Leben, vier weitere Personen wurden schwer verletzt. 

Der Unfallfahrer, ein Mann aus Hemer (41), war alkoholisiert. Er sitzt in Gewahrsam. Nun ermittelt die Polizei. Nach Angaben der Polizei des Hochsauerlandkreises waren am Mittwochabend ein roter Porsche und ein gelber Audi in Richtung Balve auf der Arnsberger Straße (B 229) unterwegs gewesen. Beide Fahrzeuge überholten sich laut Polizei-Mitteilung auf der Strecke gegenseitig.

Sebastian Held, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde HSK, berichtet, dass eine Ermittlungskommission mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg eingerichtet wurde. Der Unfallverursacher ist weiterhin in Gewahrsam, er hat aber noch keine Aussage gemacht.

Frontalzusammenstoß zwischen zwei Wagen

Zwischen Hövel und Beckum, etwa 300 Meter vor der Grenze zum Märkischen Kreis, kam es dann zum Frontalzusammenstoß zwischen dem Audi und einem VW Golf, der in Richtung Hövel unterwegs war. Der 41-jährige Mann aus Hemer, der den Audi fuhr, wurde leicht verletzt.

Die fünf Insassen des VW Golf erlitten dagegen schwerste Verletzungen. Im Fahrzeug befanden sich ein 78-jähriger Mann aus Neheim, eine 69-jährige Frau Sundern, ein 67-jähriger Mann aus Arnsberg, eine 63-jährige Frau aus Sundern und die 70-jährige Frau aus Neheim, die noch an der Unfallstelle starb.

Schwerer Verkehrsunfall zwischen Balve und Sundern

Bei dem 41-jährigen Mann aus Hemer wurde Alkoholgeruch festgestellt. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab nach Angaben der Polizei einen Wert von über einem Promille. Dem Mann wurden zwei Blutproben entnommen. Er wurde vorläufig festgenommen. Er sitzt derzeit in Arnsberg in Gewahrsam und soll im Laufe des Tages von der Kriminalpolizei verhört werden.

Roter Porsche befindet sich noch auf der Flucht

In welchem Zusammenhang der rote Porsche zu dem Unfall steht, ist derzeit unklar und Teil der Ermittlungen. Der Fahrer ist flüchtig. Zeugen sahen die beiden Autos vor dem Unfall zusammen. Demnach habe der Audi mehrfach versucht, den Porsche zu überholen. Die Polizei versucht, die Geschehnisse zu rekonstruieren und bittet die Bevölkerung daher dringend um Hinweise unter der Rufnummer 0291/90200.

Zum Verletzten-Transport waren drei Rettungshubschrauber im Einsatz. 

Insgesamt waren laut Jürgen Voss von der Feuerwehr Sundern und Oliver Prior von der Feuerwehr Balve 108 Einsatzkräfte vor Ort: 92 Feuerwehrleute aus Balve-Stadtmitte, Beckum, Volkringhausen, Eisborn, Sundern, Hachen und Langscheid, neun Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und sieben Polizisten.

Die Unfallstelle war wegen der Aufräumarbeiten für mehrere Stunden gesperrt. Ein Gutachter wurde eingesetzt. Von der Unfallstelle wurden Drohnenfotos gemacht.

Polizei und Staatsanwaltschaft klären nun, in welche Richtung ermittelt wird: Handelte es sich um Gefährdung des Straßenverkehrs oder um eine fahrlässige Tötung?

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare