Irre Geschichte mit Happy End

Drama auf der A45: Schwangere steckt mit Wehen in Vollsperrung nach Motorrad-Unfall fest

+
Symbolbild

Während Rettungskräfte einen schwer verletzten Motorrad-Fahrer auf der A45 behandelten, erreichte sie ein Funkspruch aus der Leitstelle: In der Vollsperrung steckte eine schwangere Frau fest, bei der bereits die Wehen eingesetzt hatten. Eine irre Geschichte mit Happy End.

Meinerzhagen - Es gibt Einsätze, die brennen sich in die Köpfe von Rettungskräften ein. Am Sonntagabend gab es einen solchen.

Es fing alles an mit einem Unfall auf der A45. Ein Motorradfahrer aus Bochum war gegen 19 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund kurz vor dem Rastplatz Drögenpütt mit seiner Maschine gestürzt und über die Fahrbahn gerutscht. Eine Autofahrerin (53), ebenfalls aus Bochum, hatte ihn bei ihrem Wechsel auf die linke Spur übersehen, ihn aber offenbar nicht touchiert. Der Motorradfahrer verlor nach Erkenntnissen der Polizei die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.

Die in der Leiststelle eingehenden Meldungen ließen befürchten, dass der junge Mann zudem von nachfolgenden Pkw erfasst und überrollt worden sei.

Die Meinerzhagener Feuerwehr rückte sofort mit mehreren Fahrzeugen auf die Autobahn aus. Auch ein großes Aufgebot an Rettungsmitteln wurde von der Kreisleitstelle alarmiert: neben Rettungswagen und Notarzt flog auch ein Rettungshubschrauber die Einsatzstelle an. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen vor Ort.

Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich nicht. Der Fahrer war zwar schwer verletzt, aber nicht überrollt worden. Zudem hatten sich zwei Ersthelfer vorbildlich um ihn gekümmert, bis Feuerwehr und Rettungsdienst die weitere Versorgung übernahmen. Der Mann wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zusätzlich überflog ein Polizeihubschrauber “Hummel” die Einsatzstelle, um Luftaufnahmen zu fertigen.

Ein ganz anderes Drama spielte sich in diesem Minuten ein paar Kilometer südlich davon auf dem Rastplatz Rothenstein ab. Dort stand ein Auto, das wie alle anderen wegen der Vollsperrung nicht mehr vorwärts kam. Allerdings hatte es eine Hochschwangere an Bord. Die junge Familie aus Gummersbach hatte sich nach einsetzenden Wehen auf den Weg ins Krankenhaus nach Lüdenscheid gemacht – und steckte nun fest. In ihrer Verzweiflung wählten sie den Notruf. Sie wussten in dem Moment aber nicht, auf welchem der drei Rastplätze zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Süd sie sich befanden. 

Die Leitstelle funkte sofort die Einsatzkräfte an, die beim Unfall auf der A45 waren. Dort schnappte sich ein Rettungsassistent einen Notfallrucksack und zwei weitere Kameraden und machte sich im Auto auf in Richtung Norden zu den Rastplätzen Drögenpütt und Brenscheid/Schwiendahl - bereit, Geburtshilfe zu leisten. Zur gleichen Zeit fuhr von Süden ein Rettungswagen an der Anschlussstelle Meinerzhagen auf und steuerte - durch den Stau - den Rastplatz Rothenstein an. Dort fanden die Einsatzkäfte die wartende Frau und fuhren sie nach Lüdenscheid in die Berglandklinik.

Dort gab es ein Happy End. Das Kind - ein Junge namens Justus David - kam am Montagmorgen zur Welt. "Der ganzen Familie geht es gut", hieß es in der Klinik.

Sooo süß: Diese Babys wurden im MK im September geboren

Lesen Sie auch: 

Schüsse vor Notaufnahme: Schütze entkommt in Luxus-BMW

Feuer in Mehrfamilienhaus, eine Person verletzt - Rauchsäule über Gymnasium

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare