Nur schwacher Rückgang der Arbeitslosigkeit in NRW

DÜSSELDORF - Weniger freie Stellen auf dem NRW-Arbeitsmarkt Viele junge Leute beginnen im September eine Ausbildung. Vor allem deshalb ging die Arbeitslosigkeit in NRW zurück. Allerdings sind die Betriebe zurückhaltender bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen stellen nicht mehr so umfangreich neue Mitarbeiter ein wie noch in den vergangenen Jahren. Die Regionaldirektion der Bundesanstalt für Arbeit berichtete am Dienstag von einer zurückhaltenden Nachfrage vieler Betriebe. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September war deutlich schwächer als üblich. In den ersten neun Monaten 2013 wurden den Jobcentern in NRW insgesamt knapp 281 500 freie Stellen von den Unternehmen und der öffentlichen Hand gemeldet. Das waren rund 42 700 oder 13,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Nach Eindruck der Regionaldirektion werden derrzeit freiwerdende Stellen häufig innerhalb der Unternehmen aus der Belegschaft heraus besetzt und weniger mit Bewerbern von außen. Andere freiwerdende Stellen würden zunächst einmal nicht nachbesetzt. Auf diese Weise würden andererseits aber auch Entlassungen vermieden. Grund für ein so abwartendes Vorgehen dürfte eine unsichere Konjunkturentwicklung sein. Durch die geringere Zahl an Stellenangeboten gebe es bisher keine Signale für eine deutliche Herbstbelebung des Arbeitsmarktes.

Ende September waren 759 500 Frauen und Männer als Jobsuchende in NRW registriert. Das waren rund 18 900 oder 2,4 Prozent weniger als im August. Der Beginn des neuen Schuljahres, der Berufsausbildung oder eines Studiums verringerte die Arbeitslosigkeit junger Leute unter 25 Jahren (minus rund 11 300). Hinzu kämen Qualifizierungskurse für Arbeitslose. Die NRW-Arbeitslosenquote sank von 8,4 Prozent (August) auf 8,2 Prozent (September). Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Arbeitslosigkeit allerdings zunehmend an. Gegenüber September 2012 (Quote: 7,9 Prozent) gab es rund 35 700 mehr Jobsuchende.

Innerhalb von Nordrhein-Westfalen gibt es weiterhin sehr große Unterschiede. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum August fand im Arbeitsagentur-Bezirk Rheine so gut wie nicht statt (minus 0,3 Prozent). In der Region Coesfeld fiel er dagegen (minus 5,6 Prozent) vor allem durch den saisonalen Effekt der Schulabgänger besonders kräftig aus. Coesfeld hatte im September mit 3,9 Prozent die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote. In dieser Region herrsche damit eigentlich Vollbeschäftigung. Die Ruhrgebietsmetropole Dortmund lag mit der Arbeitslosenquote von 13,1 Prozent am anderen Ende der Skala. - lnw

Quelle: wa.de

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