Corona-Lockdown

Schule in NRW: Entscheidung zu Abitur- und Abschlussprüfungen 2021 gefallen

Wie auch schon 2019/20 erleben Schüler, Eltern und Lehrer ein ganz besonderes Schuljahr. Finden Abschlussprüfungen trotz Corona statt? Eine Entscheidung ist gefallen.

Hamm - An einen geregelten Schulalltag ist auch im Frühjahr 2021 nicht zu denken. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist das Einhalten des Lehrplans ein Drahtseilakt. Lehrer, Schüler und auch Eltern sind gefordert. Regulärer Unterricht ist weiterhin nicht in Sicht. Im Sommer steht für viele der Schulwechsel oder gar der Abschluss an. Doch werden Prüfungen an Schulen in NRW überhaupt im gewohnten Rahmen stattfinden? (News zu Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Gründung23. August 1946
HauptstadtDüsseldorf

Schule in NRW: Entscheidung bei Abiturprüfungen und Abschlüsse gefallen

Bund und Länder hatten am Dienstag (19. Januar) beschlossen, dass Kitas und Schulen bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen bleiben beziehungsweise die Präsenzpflicht ausgesetzt wird. Einfluss auf die wohl wichtigste Phase des Schuljahres hat das aber nicht. Auch im Jahr 2021 soll an den Abschlussprüfungen und den hohen Qualitätsanforderungen nicht gerüttelt werden.

Ziel der Landesregierung und aller Bundesländer sei es weiterhin, den Schülern am Ende ihrer Schulzeit „vollwertige Abschlüsse auf der Basis von Prüfungen zu ermöglichen, die ohne Abstriche in ganz Deutschland anerkannt werden. Das gilt sowohl für das Abitur als auch die mittleren Schulabschlüsse“, stellte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag nach einer entsprechenden Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) fest.

Schule in NRW: Lehrpläne und die Abiturvorgaben gelten unverändert

Ob die Verabredung der Kultusministerkonferenz so übernommen wird, bleibt den Bundesländern überlassen. Schließlich sind die selbst für Schulpolitik zuständig und entscheiden je nach Corona-Lage eigenständig, wie sie konkret vorgehen. Zuvor hatte die Landesschülervertretung (LSV) für Abiturienten des Jahrgangs 2021 eine Wahlmöglichkeit gefordert. Zur Auswahl standen dezentrale Prüfungen und eine Durchschnittsnote für den Abschluss. Zudem bat die LSV um ausgedünnte Lehrpläne. Da der verpasste Stoff nach coronabedingten Unterrichtsausfällen nicht mehr aufzuholen sei.

Die Kultusministerkonferenz hat eine Entscheidung bezüglich Abitur und Abschlussprüfungen 2021 getroffen.

Was bedeutet die Vereinbarung der KMK für die Abiturienten in NRW? „Die Lehrpläne und die Abiturvorgaben gelten unverändert“, so Yvonne Gebauer. Für die meisten Fächer würde ohnehin mehr Auswahl für Lehrer und Schüler bestehen. Die Aufgabenkommissionen für Prüfungen habe in diesem Jahr zusätzliche Aufgaben erarbeitet. Auch zur Zeugnisvergabe gibt es bereits einen Plan.

Zudem versicherte Ministerin Yvonne Gebauer, die Aufgaben der Abschlussprüfungen seien weiterhin „fachlich anspruchsvoll“. Schüler in NRW erhalten mehr Vorbereitungszeit. Der Beginn der Abiturprüfungen wurde bereits im neun Tage verschoben. Ebenso erhalten die Länder die Möglichkeit, den Schülern eine Wiederholung des Schuljahres zu ermöglichen, ohne dass dies auf die Verweildauer angerechnet wird. Die LSV hatte für ein Verbot gegen das „Sitzenbleiben“ appelliert.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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