Erfolg für Traditionsvereine

Schützenvögel dürfen dickbäuchig bleiben

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Zwei Schützenvögel, ein Adler und klein davor das nach den neuen Richtlinien gefertigte taubengroße Ziel, aufgenommen am 25. Februar 2013 im Innenministerium in Berlin bei der Abgabe einer Resolution der Sauerländer Schützen.

[UPDATE 15 Uhr] ARNSBERG/NRW - Erfolg für die Schützenvereine: Ihre Schützenvögel dürfen auch weiterhin dickbäuchig bleiben. Nach dem Protest mehrerer Schützen-Vereinigungen vor allem aus NRW hat das Bundesinnenministerium die vor kurzem erlassene Schießstandrichtlinie geändert.

Demnach dürfen die Adler, auf die bei den Schützenfesten gezielt wird, auch weiterhin einen 15 Zentimeter dicken Holzkern haben. In der alten Fassung der Richtlinie hatte das Ministerium die Größe auf 8 Zentimeter begrenzt. "In jüngster Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass insbesondere die Regelungen zur Dicke der Zielen für Vogelschießstände zu praktischen Problemen führen können", teilte das Ministerium mit. Mit der Rücknahme der strittigen Regelung wolle man "Tradition und Sicherheit in Einklang bringen".

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"Wir sind froh, dass unsere Sorgen in Berlin wahrgenommen wurden und dass das so schnell ging", sagte der Oberst des Kreisschützenbundes Arnsberg, Dietrich Dönneweg, am Donnerstag. Die Schützenvereine hatten befürchtet, dass mit dem geschrumpften Schützenadler ihr Königsschießen nicht mehr in der traditionellen Weise durchgeführt werden könnte. - WA

Quelle: wa.de

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