Breitenstudie zu Geographie-Wissen

Soester Lehrer: Schülern fehlt die Orientierung

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Thomas Lamkemeyer hat seine Ergebnisse in einem Buch zusammengefasst. Der Oberstudienrat unterrichtet am Gymnasium Erwitte.

SOEST - Wie gut kennen sich Schüler im Fach Geographie aus? Und reicht dieses Wissen nach zehn Jahren Schulzeit, um den Bildungsstandards gerecht zu werden? Die Antworten, die der Geographiedidaktiker Dr. Thomas Lamkemeyer aus Soest in einer ersten deutschlandweiten Breitenstudie bekam, sind ernüchternd.

„Die Kenntnisse vieler Schüler sind gravierend schlecht“, so das Urteil des Experten. So ist nach Aussage Lamkemeyers ein Großteil der Schüler nicht in der Lage, die Kontinente richtig zu benennen oder zu beorten. „Da liegt Spanien schon mal neben Schweden und die Ukraine über Italien.“ Die Fähigkeiten entsprächen nicht annähernd den Erwartungen der Bildungsstandards.

Verschiedene Bildungsstudien – beispielsweise die Pisa-Studien – haben gezeigt, dass das deutsche Bildungssystem international eine eher mittelmäßige Stellung einnimmt. Daher arbeitete die Kultusministerkonferenz daran, bundesweit einheitliche Bildungsstandards zu entwickeln und verbindlich zu machen. Diese sollen eine allgemeine Vergleichbarkeit der Schulabschlüsse und Lernergebnisse ermöglichen.

Die von der Deutschen Gesellschaft für Geographie veröffentlichten Standards aber seien für Schüler der Sekundarstufe I nicht zu erreichen, sagt der Geographiedidaktiker, das habe die Studie gezeigt. An Schulen in NRW – unter anderem in Soest, Arnsberg und Erwitte – in Bayern und Thüringen wurden insgesamt 1060 Schülerinnen und Schüler anhand eines 19-seitigen Bogens befragt.

Lesen Sie den kompletten Bericht in unserem Kreis-Soest-Ressort!

Quelle: wa.de

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