Schon 2.000 verspätete Züge wegen altem Stollen am Essener Bahnhof

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ESSEN - Zugreisende im Ruhrgebiet müssen auch in den nächsten Tagen noch viel zusätzliche Zeit einplanen: Wegen der Arbeiten unter dem Essener Hauptbahnhof nach der Entdeckung eines alten Bergbaustollens rollt der Nahverkehr weiter nur langsam über die Schienen, der Fernverkehr umfährt Essen aus Sicherheitsgründen.

Seit der Entdeckung des Schadens am vergangenen Mittwoch seien rund 2.000 Züge von Verspätungen betroffen gewesen, sagte ein Bahnsprecher am Samstagmittag. Natürlich sei die Lage am Wochenende etwas entspannter, da die Strecken kaum von zusätzlichem Berufsverkehr belastet würden.

Experten hatten bei Erkundungen auf einer Baustelle in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs in 16 Metern Tiefe Hohlräume festgestellt. Der Hohlraum im Untergrund des Esseners Hauptbahnhof wurde bis zum vergangenen Freitag mit 220 Kubikmetern Beton komplett gefüllt. Außerdem begannen weitere Probebohrungen an dem Bahndamm. Damit wollen die Fachleute herausfinden, ob weiterer Beton zur Stabilisierung nötig ist.

Die Arbeiten sollen insgesamt noch mindestens eine Woche dauern, schätzten Bergbauexperten der Bezirksregierung. Der Bahnhof in Essen wird jährlich von 63 Millionen Reisenden genutzt; er zählt zu den meistfrequentierten in Deutschland. - lnw

Quelle: wa.de

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