Erneut haben in NRW Schleusenstreiks begonnen

MÜNSTER - Doppelt Rot vor jeder Schleuse: "Dauerhaft geschlossen". Die Schleusenwärter sind wieder im Ausstand - zum dritten Mal. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze, wenn die Schifffahrtsbehörde wie geplant umorganisiert wird.

Die Streiks der Schleusenwärter in NRW sind in die nächste Runde gegangen: Seit Montagfrüh zeigen die Ampeln an den Schleusen rot - bis Freitag soll das auch so bleiben. Verdi will so das Bundesministerium zu Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) bewegen. Dort droht ein Stellenabbau bei der Neustrukturierung der Behörde.

Bislang geht die WSV davon aus, dass sich die Streiks noch nicht wesentlich auswirken werden. "Erst im Laufe der Woche wird es vermutlich eskalieren", sagte Dirk Rademacher vom Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich. Bislang warten zwei Schiffe dort auf Einlass ins Kanalsystem. "Vielleicht könnte sich in Datteln im Laufe des Tages etwas stauen - das ist nicht klar", sagte Barbara Stockem, stellvertretende Leiterin des WSA Duisburg-Meiderich.

Dem aktuellen Arbeitskampf sind bereits zwei Streikwellen vorausgegangen, zuletzt bis zum 26. Juli - jeweils Dutzende Schiffe lagen tagelang vor den Schleusen fest. Verdi fordert einen Tarifvertrag zur sozialen Absicherung des Stellenabbaus - so solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, keine Versetzungen ohne Zustimmung und eine Perspektive für die Auszubildenden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnt einen Tarifvertrag ab und hält bislang gegebene Zusicherungen für ausreichend. - lnw

Quelle: wa.de

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