Schlag gegen rechten Szene in vier Ländern - auch NRW

KOBLENZ - Die Polizei hat am Dienstag in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg bei Razzien verdächtige Häuser der rechten Szene durchsucht.

Zuvor waren 24 Haftbefehle erlassen worden, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte. Insgesamt ermittelt die Behörde nach eigenen Angaben gegen 33 Menschen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, aus Nordrhein-Westfalen und aus Thüringen.

Bei den laufenden Ermittlungen gehe es um die Bildung oder Unterstützung der "kriminellen Vereinigung Aktionsbüro Mittelrhein", um gefährliche Körperverletzung, um schweren Landfriedensbruch sowie um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Hinweise auf eine Verbindung zur Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hätten sich nicht ergeben.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler durchsuchten Einsatzkräfte am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr bei einem größeren Einsatz ein Zentrum des "Aktionsbüros Mittelrhein", das unter anderem rechte Demonstrationen organisiert. Dutzende Polizisten sollen in den vier Ländern im Einsatz gewesen sein. Am Nachmittag wollten Polizei und Staatsanwaltschaft Details mitteilen.

Mitte des Jahres 2010 hatten sich laut Staatsanwaltschaft erstmals Hinweise darauf verdichtet, dass es sich bei dem "Aktionsbüro Mittelrhein" um eine kriminelle Vereinigung handelt. Mitglieder des Aktionsbüros hätten Angehörige der linken Szene ausgespäht und seien gewalttätig gegen sie vorgegangen, hieß es in der Mitteilung der Behörde. - lnw

Quelle: wa.de

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