Schadenersatzprozess gegen Ex-Arcandor-Chef zieht sich in die Länge

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HAMM - Der Schadenersatzprozess gegen den früheren Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, vor dem Oberlandesgericht Hamm zieht sich in die Länge.

Das Gericht beschloss am Mittwoch, Sachverständige mit der Ermittlung des Wertes der umstrittenen Kauf- und Mietverschaffungsverträge für fünf Karstadt-Warenhäuser zu beauftragen, wie ein Justizsprecher mitteilte. Damit deute sich eine zeitaufwendige Beweisaufnahme an. In diesem Jahr werde es deshalb wohl kein Urteil mehr geben.

Der Arcandor-Insolvenzverwalter fordert in dem Zivilverfahren von Middelhoff und anderen Managern wegen Pflichtverletzung im Zusammenhang mit umstrittenen Immobilienverkäufen insgesamt rund 175 Millionen Euro Schadenersatz. Die Manager weisen die Vorwürfe allerdings zurück.

Vor dem Essener Landgericht hatte der Insolvenzverwalter in erster Instanz teilweise Recht bekommen. Die Richter in der Ruhrgebietsstadt sahen es als erwiesen an, dass Middelhoff und drei weitere Ex-Vorstände im Zusammenhang mit dem Verkauf des Wiesbadener Karstadt-Warenhauses an den Oppenheim-Esch-Fonds ihre Pflichten verletzt hätten. Nach Auffassung des Gericht hätten sie den Vollzug des umstrittenen Geschäfts verhindern müssen. Bei vier anderen Warenhäusern wies das Gericht die Forderungen des Insolvenzverwalters dagegen ab (Az.: 41 O 45/10). - dpa

Quelle: wa.de

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