Nach dem Drama in Düsseldorf

Schaden durch Zugunglück geht in die Millionen

[UPDATE 16.30 Uhr] DÜSSELDORF - Das spektakuläre Zugunglück von Düsseldorf vor gut einer Woche hat eine größere Verwüstung angerichtet als zunächst angenommen. Es sei ein Millionenschaden entstanden, sagte Bahnsprecher Dirk Pohlmann am Donnerstag.

"Die genaue Größenordnung kann man noch nicht sagen." Zuvor war von einem mindestens sechsstelligen Betrag die Rede gewesen. An der Güterstrecke im Düsseldorfer Süden war am Mittwochabend vorige Woche ein liegengebliebener Linienbus von zwei heranrasenden Zügen zermalmt worden. Kurz zuvor hatten sich der Fahrer und drei Fahrgäste aus dem Gelenkbus retten können.

Die Aufräumarbeiten dauern länger als zunächst geplant. Am 10. Januar solle der Betrieb wieder losgehen, sagte der Bahnsprecher. Die Gütertrasse verbindet den Duisburger Hafen mit einem Rangierbahnhof in Köln.

Bilder vom Unglücksort:

Güterzüge zermalmen Linienbus in Düsseldorf

Durch die Wucht waren Mittwochabend drei Lokomotiven und mehrere Waggons entgleist. Eine der 89 Tonnen schweren Loks begrub ein gemauertes Gartenhaus unter sich. Letztlich ging es glimpflich aus: Verletzt wurde niemand.

Auf der Suche nach der Unfallursache hat die Düsseldorfer Polizei einen Gutachter eingeschaltet. Zunächst war von einem technischen Defekt des nicht mehr anspringenden Busses die Rede gewesen. "Wir gehen nicht von einer vorsätzlichen, strafbaren Handlung aus", erklärte die Polizei. Der Linienbus der Düsseldorfer Rheinbahn wurde durch den Aufprall in Fetzen gerissen.

Ursprünglich sollte die etwa 400 Meter lange Unfallstelle schon Ende des Jahres geräumt sein. Doch es müssen Schäden an Gleisen und Oberleitung beseitigt werden. Nun soll rund um die Uhr gearbeitet werden. Nur an Silvester und Neujahr sowie an Sonntagen soll die Arbeit ruhen.

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Quelle: wa.de

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