Sauna zu heiß? 71-Jähriger verliert seinen Zeh

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Erich Krahe klagt nach einem Saunabesuch vor dem Landgericht auf Schmerzensgeld.

ARNSBERG - Weil die Sauna angeblich zu heiß war, fordert ein 71 Jahre alter Mann aus Schmallenberg Schmerzensgeld vom Betreiber eines Freizeitbades in seiner Heimatstadt. Er habe Verbrennungen erlitten, in deren Folge ihm ein Zeh amputiert werden musste, argumentiert der Kläger.

Der Badbetreiber kann sich das nicht vorstellen. „Wir haben Thermofühler, die die Sauna abschalten, wenn es zu heiß wird“, sagte er gestern vor dem Arnsberger Landgericht. Dort begann der Zivilprozess, in dem der 71-Jährige Erich Krahe 12 500 Euro fordert.

Er habe in der Sauna seinen Fuß auf eine höhere Bank gelegt, sagte er. Dann habe er noch in der Sauna zwei kleine Brandblasen festgestellt. „Weil die Blasen größer wurden, bin ich am nächsten Tag zum Arzt.“ Kurz darauf musste ihm ein Zeh amputiert werden.

Die Versicherung des Badbetreibers geht davon aus, dass der Mann an dem Vorfall selbst schuld ist. Zum einen habe er vor dem Saunabesuch eine Schmerztablette genommen und außerdem leide er seit Jahren an einer Zuckerkrankheit, die das Schmerzempfinden beeinträchtige. - dpa

Quelle: wa.de

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