Zwischenbericht der Ermittler

Learjet-Absturz: Hinweis auf Pilotenfehler verdichtet

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[UPDATE15 Uhr] ELPE/ARNSBERG - Bei einer Luftwaffen-Übung stürzte im Juni ein Learjet ab. In einem Zwischenbericht ziehen die Unfall-Ermittler zwar noch kein Fazit. Die These von einem Fehler des zivilen Piloten erhält aber neue Nahrung.

Drei Monate nach der Kollision eines Learjets mit einer Bundeswehrmaschine über dem Sauerland verdichten sich die Hinweise auf einen Fehler des zivilen Piloten. Die für den Absturz mit zwei Toten zuständige Staatsanwaltschaft Arnsberg sieht nach einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) keine neuen Ermittlungsansätze. "Ich habe bislang keine Anzeichen auf einen Flugfehler des Militärpiloten", sagte Staatsanwalt Klaus Neulken am Mittwoch.

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Zur Absturzursache und zum Verschulden wolle sich die BfU allerdings erst in ihrem Abschlussbericht äußern, mit dem Neulken nicht vor Sommer des kommenden Jahres rechnet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Learjet war am 23. Juni an einer Routine-Übung der Bundeswehr beteiligt und stieß in etwa 2500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe zusammen. Das zivile Flugzeug stürzte nahe Häusern der Ortschaft Olsberg-Elpe ab. Die beiden Insassen des Learjets, ehemalige Kampfpiloten, starben.

Die Unfallermittler dokumentieren in dem am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbericht detailliert den Ablauf der Übung. Dazu wurden unter anderem die Helmkameras der Militärpiloten, Flugschreiber und die Stimmenrekorder der drei am Manöver beteiligten Maschinen ausgewertet. Der Kopilot des Learjets sagte demnach kurz vor der Kollision zu dem neben ihm sitzenden Piloten: "Kannst du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen." Zehn Sekunden später zeichnete der Rekorder "dumpfe Geräusche" auf und stoppte dann. "Möglicherweise ist bei dieser Übernahme etwas passiert", meinte Staatsanwalt Neulken.

Bei der Übung sollte die Situation simuliert werden, dass eine zivile Maschine ohne Funkverbindung in den deutschen Luftraum eintritt und von Kampfjets zum Landen gebracht werden soll. Der 33 Jahre alte Pilot des bei der Kollision beschädigten Eurofighters gab bei der BfU an, er habe ins Cockpit des Learjets geschaut, als er eine Erschütterung wahrnahm. Dann sei das Flugzeug verschwunden und er habe "im Spiegel schwarzen Rauch gesehen" und die Übung abgebrochen. Trotz Schäden am Kampfjet konnte er zum Luftwaffenstützpunkt Nörvenich zurückkehren. Der Pilot habe 2013 und 2014 insgesamt 37 dieser Übungen geflogen.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe) geht aus dem Zwischenbericht der BfU hervor, dass die Kollision auf einen zu engen Kurvenradius des zivilen Flugzeugs zurückgehe.

Drei Monate nach der Kollision eines Learjets mit einem Eurofighter geben Ermittler ihre Erkenntnisse zur Unfallursache bekannt. Laut einem Medienbericht bekommt die Theorie, dass der Pilot des Zivilflugzeugs einen Fehler gemacht hat, neue Nahrung.

Der Zusammenstoß eines Learjets mit einem Eurofighter im Juni über dem Sauerland geht einem Medienbericht zufolge wohl auf einen Fehler des zivilen Piloten zurück. Der Learjet sei eine zu enge Linkskurve geflogen, wodurch er mit dem Eurofighter der Bundeswehr kollidierte, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das gehe aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor, der der Zeitung vorliege.

Die Behörde will ihren Erkenntnisstand zu dem Unfall mit zwei Toten am Mittwoch im Laufe des Vormittags auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Das kündigte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa an.

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Die an einer Routine-Übung beteiligte Privatmaschine war am 23. Juni in etwa 2500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe kollidiert und in unmittelbarer Nähe von Häusern der Ortschaft Olsberg-Elpe abgestürzt. Die beiden Insassen des Learjets, die ehemalige Militärpiloten waren, kamen ums Leben.

Bei der Übung sollte die Situation simuliert werden, dass eine zivile Maschine ohne Funkverbindung in den deutschen Luftraum eintritt und von einem vorausfliegenden Eurofighter zum Landen gebracht werden soll.

Bereits wenige Tage nach der Kollision des aus Schleswig-Holstein stammenden zivilem Flugzeugs mit einer Bundeswehrmaschine ging die Luftwaffe von einem Fehler des Learjet-Piloten aus. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, vermute man, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte Ende Juni ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" weiter berichtet, sei der Kampfjet eine Linkskurve geflogen, während der Learjet zunächst leicht nach rechts steuerte und dann ebenfalls in eine Linkskurve gegangen sei. Laut der Aufzeichnungen des "Cockpit Voice Recorders" habe der Kopilot des Learjets zu dem Zeitpunkt gesagt: "Kannst du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen." Zehn Sekunden später habe der Rekorder dumpfe Geräusche aufgezeichnet, bevor die Aufzeichnung nach einer Sekunde stoppte. - lnw

Quelle: wa.de

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