Sanierungsbedarf bei Straßen- und U-Bahnnetzen in NRW

NRW - Die Nahverkehrsunternehmen schlagen Alarm: Die Straßen- und U-Bahnnetze in Nordrhein-Westfalen sind in die Jahre gekommen und der Sanierungsbedarf wird immer größer.

Bis 2016 müssten einem Gutachten im Auftrag der Unternehmen zufolge allein bei den elf größten Nahverkehrsunternehmen in NRW 1,1 Milliarden Euro ins Streckennetz investiert werden. Weder die Verkehrsbetriebe, noch die Kommunen seien in der Lage, diese Summe aufzubringen, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Montag bei seiner Jahrestagung in Düsseldorf.

In den kommenden fünf Jahren drohe eine Finanzierungslücke von 800 Millionen Euro. Während neue U-Bahntrassen mit 80 Prozent vom Land bezuschusst würden, gebe es für die Sanierung keinen Cent. Obwohl die Nachfrage nach Bussen und Bahnen steige, drohten langfristig Langsam-Fahrstellen und sogar Strecken-Stilllegungen, weil die Kommunen nicht das Geld zur Sanierung hätten. "Die Situation ist, ohne zu übertreiben, dramatisch", so VDV-Präsident Jürgen Fenske.

Auch die Fahrzeugflotten in NRW müssten dringend erneuert werden. Bei den untersuchten elf Unternehmen sei mehr als jede zehnte Straßen- oder U-Bahn älter als 30 Jahre. Bis 2016 müssten 630 Millionen Euro für neue Straßen- und U-Bahnzüge in NRW aufgebracht werden.

Bundesweit sei der Investitionsstau inzwischen auf drei Milliarden Euro angewachsen. Der VDV fordert ein Infrastruktur-Rettungsgesetz mit 600 Millionen Euro pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Außerdem müssten über ein Infrastruktur-Sicherungsgesetz langfristig jährlich 330 Millionen Euro zugeschossen werden. - lnw

Quelle: wa.de

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