Urteil vor dem Landgericht Paderborn

Säugling erleidet Hirnschaden durch Schütteln: Vater muss in Haft

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Symbolbild

 Paderborn - Weil er seinen Säugling durch heftiges Schütteln zu einem lebenslangen Pflegefall gemacht hat, ist ein 20-Jähriger zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Die Jugendkammer des Landgerichts Paderborn sah es in ihrem Urteilspruch am Donnerstag als erwiesen an, dass der junge Vater aus Warburg (Kreis Höxter) seinen damals fünf Monate alten Sohn so massiv geschüttelt hat, dass er schwerste Hirnverletzungen erlitt. Der Richter verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

Der Vater gab vor Gericht zu, für einen Augenblick die Beherrschung verloren zu haben, als das Kind nach mehreren Stunden nicht aufgehört habe zu schreien. Er brachte den Jungen sofort in ein nahe gelegenes Krankenhaus, offenbarte aber erst vier Wochen später in einer Spezialklinik den Ärzten, dass er das Kind geschüttelt hatte.

Bis dahin hatte der Mann die Mediziner in Unklaren gelassen, was tatsächlich geschehen war. Zu Beginn hatten die Ärzte vermutet, die Symptome seien auf einen epileptischen Anfall zurückzuführen. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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