Rüttgers gibt Garantie für Hauptschule

DÜSSELDORF – Gut vier Wochen vor der Landtagswahl hat NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Schulpolitik in den Mittelpunkt der heißen Wahlkampfphase gestellt und der Hauptschule eine weitgehende Bestandsgarantie gegeben.

Im Interview mit unserer Zeitung antwortete Rüttgers auf die Frage, ob es mit ihm auch 2015 noch Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen gibt: „Das ist die vernünftige und richtige Lösung für die jungen Menschen mit einer praktischen Begabung.“ Er werde alles dafür tun, dass Hauptschüler „mehr noch als bisher auch eine Lehrstelle bekommen und damit auch einen guten Beruf.“ Bereits heute sei mehr als jede zweite Lehrstelle im Handwerk mit Hauptschulabsolventen besetzt.

Die Hauptschule dürfe weiterhin nicht als Restschule abgestempelt werden, betonte der amtierende Regierungschef. „Ich bleibe bei meiner Linie: Wir versuchen den Unterricht für die Schüler zu verbessern...“ Er wolle aber nicht nur die Zerschlagung der Hauptschule verhindern, sondern auch eine Auflösung von Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen. Damit grenzt sich Rüttgers gegen Grüne und Linkspartei ab, die eine gemeinsame Schule für alle Kinder bis zur Klasse 10 fordern. Auch längere gemeinsame Lernzeiten etwa bis zur Klasse 6, wie sie die SPD möchte, gehen dem CDU-Landeschef zu weit. Er halte am gegliederten Schulsystem in seiner jetzigen Form fest. Allerdings wolle er bis zum Jahr 2015 die Quote der Ganztagsangebote an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien auf 43 Prozent erhöhen.

Die Bildung will sich Rüttgers auch künftig etwas kosten lassen: „Wir haben in den letzten fünf Jahren für unsere Kinder mehr als 2,7 Milliarden Euro investiert. Ich will diesen Kurs fortführen.“ Nur mit guter Bildung sei sozialer Aufstieg möglich. – Detlef Burrichter

Quelle: wa.de

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