Rückenschmerzen: Das Kreuz mit dem Kreuz

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Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. So lassen sich viele Rückenschmerzen vermeiden.

Ob Verspannungen, Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall: Fast jeder Mensch kennt Rückenschmerzen. Was steckt hinter der Volkskrankheit, was hilft dagegen? Und lassen sich die Schmerzen vielleicht sogar vermeiden? Erfahren Sie, wie Sie die Ursachen erkennen und welche Therapie dagegen hilft.

Spezifische oder unspezifische Schmerzen

Mal ist es nur ein lästiges Zwicken, mal sind die Schmerzen so stark, dass sich der Betroffene kaum noch auf den Beinen halten kann: Rückenschmerzen viele Ursachen. Meist ist jedoch die Lenden-, Brust- oder Halswirbelsäule betroffen.

Ärzte unterscheiden in der Regel, ob die Schmerzen spezifisch oder unspezifisch sind. Spezifische Rückenschmerzen können auf eine bestimmte Erkrankung zurückgeführt werden, zum Beispiel auf eine Fehlstellung der Wirbelsäule, Osteoporose oder einen Bandscheibenvorfall.

Unspezifische Rückenschmerzen hingegen sind meist harmlos. Sie sind oft die Folge von Fehlbelastungen, zu wenig Bewegung, schweres körperliches Arbeiten oder zu langes Sitzen. Die Schmerzen können sowohl akut als auch chronisch auftreten.

Halten die Schmerzen länger als drei Tage an oder leiden Sie unter Lähmungen, sollten Sie auf jeden Fall einen Orthopäden aufsuchen. Denn hinter Rückenschmerzen können sich auch andere Krankheiten verbergen, zum Beispiel Nierenkoliken oder Herzprobleme.

Weg mit dem Schmerz

Linderung bei Rückenschmerzen versprechen unterschiedliche Therapieansätze. Je nach ärztlicher Diagnose empfiehlt sich eine kurzzeitige Schonung, Bewegung, Wärme, Physiotherapie oder Massagen.

Schmerzmittel helfen bei akuten Schmerzen. Zusätzlich werden Medikamente gegen die eigentliche Ursache verschrieben, zum Beispiel gegen Rheuma oder Osteoporose. Bei schwereren Fällen können Stützmieder den gewünschten Effekt erzielen.

Setzten Sie lieber auf alternative Behandlungsmethoden, bieten sich Akkupunktur oder Osteopathie an. Diese gehören in der Regel jedoch nicht zum Leistungsspektrum der Krankenkassen und müssen somit vom Patienten selbst bezahlt werden.

Wenn gar nichts mehr hilft, müssen Sie eine Operation in Betracht ziehen. Holen Sie sich davor aber unbedingt eine Zweit- oder sogar eine Drittmeinung von anderen Ärzten ein und lassen Sie sich die Notwendigkeit einer OP bestätigen.

Vorbeugen ist die beste Medizin

Die beste Therapie ist aber die Vorbeugung. Sorgen Sie dafür, dass es erst gar nicht zu Rückenschmerzen kommt.

Bewegung tut gut und hilft, die Muskulatur zu kräftigen. Sie müssen dafür keine sportlichen Höchstleistungen erbringen, sondern sich einfach regelmäßig bewegen. Zu empfehlen sind Sportarten wie Gymnastik, Yoga, Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking oder Klettern. Fitnessstudios bieten zudem spezielle Rückenschulen an. Hier lernen Sie gezielt, den Rücken zu entlasten.

Wenn Sie übergewichtig sind, steht zusätzlich Abnehmen auf der Agenda, denn zu viel Gewicht schadet dem Rücken. Wer viel am Schreibtisch arbeitet, sollte auf eine ergonomische Sitzposition achten. Schaffen Sie sich außerdem eine hochwertige Matratze an und tragen Sie bequeme Schuhe. Denn wenn Sie nachts gut schlafen und tagsüber auf festen Beinen stehen, entlasten Sie Ihren Rücken immens.

Quelle: wa.de

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