Unser Jahresrückblick

Das Jahr 2014 in NRW: Skandale und Unglücke

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WESTFALEN - Wer Achenbach sagt, muss auch Burbach und Corvey sagen. Und von dort ist es nicht mehr weit zu vielen anderen wichtigen, dramatischen und manchmal seltsamen Geschichten aus Nordrhein-Westfalen.

Wir haben das Nachrichtenjahr aus dem Bundesland durchbuchstabiert: Ein alphabetischer Blick in den Rückspiegel.

A wie Achenbach - Steiler kann ein Absturz aus der schillernden Welt der Kunst kaum sein. Deutschlands bekanntester Kunstberater, Helge Achenbach (62), kam im Juni gerade aus Brasilien zurück, wo er das Quartier der deutschen National-Elf mit Kunst bestückt hatte. Am Flughafen Düsseldorf wartete die Polizei und brachte ihn direkt in Untersuchungshaft. Achenbach steht unter Betrugsverdacht. Die Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht brachte die Affäre mit einer Anzeige ins Rollen. Achenbach hatte Albrecht Kunst und Oldtimer im großen Stil vermittelt. Dabei soll er Rechnungen frisiert und höhere Provisionen kassiert haben. Vor Gericht legt er im Dezember unter Tränen ein Teilgeständnis ab.

Das Flüchtlingsheim in Burbach wurde Synonym für die aktuellen Probleme der Asylpolitik in Deutschland.

B wie Burbach  - Der Ort mit 15.000 Einwohnern im Dreiländer-Eck NRW/Hessen/Rheinland-Pfalz ist zum Synonym für die aktuellen Probleme der Asylpolitik in Deutschland geworden. Ende September wurde bekannt, dass Wachmänner in der Notunterkunft des Landes Flüchtlinge misshandelt haben. Ihre Taten dokumentierten sie mit Fotos und Videos. Die schockierenden Bilder erinnern an Szenen aus dem Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad, wo US-Soldaten irakische Gefangene gefoltert haben. Neben strafrechtlichen Ermittlungen lösten sie eine Diskussion über die Qualität der Flüchtlingsunterbringung in NRW aus. Diese Aufgaben hat das Land teilweise an private Anbieter vergeben.

C wie Corvey  - Die Benediktinerabtei im westfälischen Höxter steht seit Juni in einer Reihe mit den Pyramiden von Giseh oder dem antiken Pompeji. Kloster Corvey wurde zur Stätte des Weltkulturerbes der Unesco ernannt. Damit kann Nordrhein-Westfalen sich nun mit insgesamt fünf solcher Stätten schmücken: Der Kölner und Aachener Dom gehören dazu, die Essener Zeche Zollverein und die Schlösser Augustusburg und Falkenlust bei Brühl.

D wie Düsseldorf vs. Ruhrgebiet  - Auf die arroganten und neureichen Düsseldorfer ist man im Ruhrgebiet schon länger nicht mehr gut zu sprechen. Vielen ist noch gut in Erinnerung, wie Düsseldorfs Ex-Oberbürgermeister Dirk Elbers sagte, im Ruhrgebiet möchte man "doch nicht tot überm Zaun hängen". Doch auch sein Nachfolger Thomas Geisel muss sich nun gegen das Image der typischen Düsseldorfer Überheblichkeit wehren: Die Stadt warb zum Weihnachtsgeschäft 2014 im Umland mit dem Slogan: "Das Leben ist zu kurz, um langweilig shoppen zu gehen! Düsseldorf." Der in einigen Nachbarstädten ums nackte Überleben kämpfende Einzelhandel ist - wieder einmal - brüskiert.

Der Orkan "Ela", verwüstete am Pfingstmontag in nur wenigen Stunden ganze Landstriche.

E wie Ela  - Der Orkan, der am Pfingstmontag durch das Land zog, verwüstete in nur wenigen Stunden ganze Landstriche. Besonders schwer erwischte es den Raum Düsseldorf sowie Teile des Ruhrgebiets. Schäden gab es allerdings in fast allen Städten und Kreisen des Landes. Rückblickend spricht der Deutsche Wetterdienst von einem der schwersten Gewitterkomplexe, die in NRW möglich sind. Die Zahlen sprechen für sich: Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Stundenkilometern, örtlich 360 Blitze pro Minute, 6 Tote.

F wie Funklochaffäre  - Die hat NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mit unerfreulichen Schlagzeilen zu schaffen gemacht. Wo die Landesmutter war, als im Juli ein Sturm in Münster zwei Tote forderte, warum sie nicht sofort herbeigeeilt sei, bohrte die CDU-Opposition. Kraft sagte zunächst: "Ich war in Brandenburg auf einem Schiff und hatte eine Woche lang keinen Empfang." Dann schob sie nach, sie habe stundenlang kein Netz gehabt, keinen Fernseher an Bord, kein Bildmaterial, aber der Innenminister habe sie nach mehreren Versuchen im Urlaub erreicht und über die Lage und die Toten informiert. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet warf ihr Lüge vor bei ihren Aussagen zur telefonischen Erreichbarkeit. Die Regierungschefin hielt ihm schlechten Stil entgegen.

G wie Grenzverkehr  - Die geplante Pkw-Maut bringt alle Parteien im NRW-Landtag in Rage. Sie fürchten, dass die Abgabe Nachbarn aus Holland und Belgien von Einkäufen und Reisen in NRW abhalten könnte. CDU-Landeschef Armin Laschet intervenierte in Berlin, damit wenigstens kleine Straßen nicht mautpflichtig werden.

H wie Hogesa  - In der Facebookgruppe "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) haben verfeindete Schlägergruppen und Rechtsradikale aus dem ganzen Bundesgebiet zueinander gefunden. In Köln lieferten sie sich eine Straßenschlacht - mit der Polizei, nicht mit den Islamisten. Nun ist das neue Bündnis der Gewaltbereiten im Fokus der Behörden.

Mit dem Terror der Islamistenmiliz IS igerieten im August auch Jesiden aus Ostwestfalen in den Blick der Öffentlichkeit.

I wie Innenminister -  den vergangenen Monaten wurde der Jäger zum Gejagten. Erst verfolgte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) öffentlichkeitswirksam Einbrecher, Temposünder, Neonazis und gewalttätige Rocker - jetzt verfolgt die Opposition ihn. Misshandlungen an Flüchtlingen in Landeseinrichtungen und Hooligan-Exzesse gehen aus Oppositions-Sicht auf Jägers Aufsichts- und Organisationsversagen zurück.

J wie Jesiden - Mit dem Terror der Islamistenmiliz IS in Teilen von Irak und Syrien gerieten im August auch Jesiden aus Ostwestfalen in den Blick der Öffentlichkeit. Die Tragödie der verfolgten Glaubensleute im Nord-Irak trieb Tausende in Bielefeld auf die Straße. Die religiöse Minderheit stammt aus dem Irak, Syrien, der Türkei und dem Iran. Wegen ihrer Verfolgung vor allem im Irak sind viele Anhänger dieser monotheistischen Religion ins Ausland geflohen. Die größte Exil-Gemeinschaft befindet sich in Deutschland. Hier leben zwischen 50 000 und 90 000 Jesiden, überwiegend in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Ostwestfalen bildet in NRW einen Schwerpunkt.

K wie Karstadt - Warenhausunternehmen in der Dauerkrise: Nach der Insolvenz im Jahr 2009 gaben sich seitdem Investoren und Unternehmenslenker die Klinke in die Hand - bislang allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Derzeitiger Eigentümer ist der österreichische Immobilieninvestor René Benko, der schon erste Schließungspläne vorgelegt hat. Die Zitterpartie für die rund 17 000 Karstadt-Beschäftigten ist noch längst nicht zu Ende.

L wie Learjet -  Ein Geschäftsreise-Flugzeug, das an einer Luftwaffenübung über dem Sauerland beteiligt war, stürzte im Juni ab. Das Dorf Elpe bei Olsberg entging nur knapp einer Katastrophe, die beiden 43 und 50 Jahre alten Piloten starben. In 2500 Metern Höhe hatte der Learjet einen Eurofighter touchiert, dessen Pilot im Rahmen der Übung Sichtkontakt mit der Crew aufnehmen sollte.

M wie Middelhoff - Für Thomas Middelhoff war es wohl eine der schwärzesten Stunden seines Lebens: Der 61-jährige frühere Topmanager wurde am 14. November vom Essener Landgericht wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt. Zwar ist das Urteil gegen den früheren Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor noch nicht rechtskräftig. Dennoch wurde Middelhoff, der die Vorwürfe stets bestritt, noch im Gerichtssaal verhaftet. Das Gericht sah wegen der Höhe der verhängten Strafe, aber auch wegen weiterer laufender Ermittlungsverfahren und der unklaren finanziellen Situation des Angeklagten Fluchtgefahr.

Nach 52 Jahren endete die Ära des Autobauers Opel in Bochum.

N wie Neuverschuldung - Mit 140 Milliarden Euro hat NRW bereits den höchsten Schuldenberg aller Bundesländer. Ohne neue Kredite kommt die rot-grüne Regierung auch weiterhin nicht aus. Für 2015 sind noch rund 1,9 Milliarden Euro eingeplant. Der Versuch, an den Beamten zu sparen, scheiterte: Das Verfassungsgericht kippte ein Gesetz, das nicht für alle Besoldungsstufen höhere Bezüge vorsah. Jetzt muss nachgezahlt werden.

O wie Opel - Nach 52 Jahren endet die Ära des Autobauers im Ruhrgebiet Ende 2014. In dem Werk waren in den besten Zeiten 20 000 Menschen beschäftigt - mit Fahrzeugen wie dem Kadett oder dem Manta wurde Autogeschichte geschrieben. Jetzt fällt es den Überkapazitäten am Automarkt zum Opfer. Was bleibt, ist ein zentrales Ersatzteillager für den Konzern mit 700 Beschäftigten - aber nicht mehr unter dem Opel-Logo, sondern betrieben von einem Partnerunternehmen.

P wie Paderborn - Am 11. Mai 2014 war die Sensation perfekt: Der SC Paderborn schaffte erstmals den Aufstieg in die Bundesliga. Und im Oberhaus des deutschen Fußballs sorgten die Ostwestfalen auch gleich für Furore, standen am 4. Spieltag sogar zwischenzeitlich auf Tabellenplatz 1. Bemerkenswert: Den Aufstieg schaffte Paderborn mit einem Mini-Etat von rund 6,2 Millionen Euro. Zum Vergleich: Branchenprimus FC Bayern München hat einen Saisonetat von rund 140 Millionen Euro.

Q wie Quelle-Erbin und Ex-Milliardärin Madeleine Schickedanz - Sie kämpft vor dem Kölner Landgericht um ihr verlorenes Vermögen. 2014 kam es in dem Zivilprozess gegen ihre frühere Hausbank Sal. Oppenheim, deren einstige Führung und ihren ehemaligen Vermögensverwalter Josef Esch zur Beweisaufnahme. Schickedanz fordert in dem spektakulären Verfahren insgesamt 1,9 Milliarden Euro von 14 Beklagten. Ihr Vermögen sei gegen ihren Willen riskant angelegt und verschleudert worden. Die Beklagten weisen die Vorwürfe zurück. Als Zeugen sagten auch ihr Ehemann Leo Herl und der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff aus. Die 71-Jährige hatte mit der Insolvenz des Arcandor-Konzerns 2009 - zuvor KarstadtQuelle - fast ihr ganzes Vermögen verloren.

R wie Rheinbrücke bei Leverkusen - Sie ist zum Sinnbild für das marode Straßennetz geworden. Mitte Juni 2014 wurde der fast 50 Jahre alte Verkehrsträger für Lastwagen ab 3,5 Tonnen gesperrt. Seitdem wird auf vielen Schildern vor dem Autobahn-Nadelöhr gewarnt. Die Wirtschaft klagt über den Engpass, die Polizei erwischte zeitweise bis zu 1000 Lkw-Fahrer am Tag, der Verkehr quillt über andere Straßen. Ein Bundesgesetz soll den Neubau beschleunigen. Bis 2020 soll die neue Brücke stehen.

Ein Ausflug mit der Seilbahn über dem Rhein in Köln wurde für eine Familie zum Horrortrip.

S wie Seilbahn - Ein Ausflug mit der Seilbahn über dem Rhein in Köln wurde für eine Familie am 21. Oktober zum Horrortrip. Vier Stunden lang hingen die Eltern mit ihren beiden kleinen Söhnen bei Wind und Regen in einer Gondel fest. Eine andere Gondel hatte die Weiterfahrt blockiert. In einer dramatischen Aktion wurde die Familie von Höhenrettern aus 40 Metern Höhe in ein Boot auf dem Rhein abgeseilt. Die Familie stand Todesängste aus - und dankte den Rettern sehr.

T wie Terror - Nordrhein-Westfalen bleibt im Visier islamistischer Terroristen. Im November verurteilte das Düsseldorfer Oberlandesgericht drei Muslime als Al-Kaida-Terroristen. Sie sollen in Düsseldorf einen Anschlag vorbereitet haben - das Ziel blieb unklar. Am gleichen Gericht wird seit September vier weiteren mutmaßlichen islamistischen Terroristen der Prozess gemacht. Einer von ihnen soll eine Bombe im Bonner Hauptbahnhof deponiert haben, gemeinsam soll das Quartett einen Mordanschlag auf einen Politiker der rechtsextremen Pro NRW geplant haben.

U wie Umweltzonen  - Um die Schadstoffbelastung in den Griff zu bekommen, haben Kommunen mit Umweltzonen in den Innenstädten 2014 strengere Regeln für Autos eingeführt: In den Innenstädten des Ruhrgebiets, aber auch in Bonn, Köln, Mönchengladbach, Neuss, Langenfeld, Düsseldorf, Wuppertal und Remscheid muss seit Juli hinter jeder Windschutzscheibe die grüne Plakette kleben - sonst droht ein Bußgeld von 80 Euro. Münster zieht im Januar nach.

V wie Vierteljahrhundert - 25 Jahre führte Joachim Meisner das größte und reichste deutsche Bistum, bevor der Papst am 28. Februar sein Rücktrittsgesuch annahm. Sein Nachfolger als Erzbischof von Köln wurde sein ehemaliger Sekretär Rainer Maria Woelki. Dem reichten wenige Monate, um völlig andere Schwerpunkte zu setzen als sein konservativer Ziehvater: Als "Diener und Helfer" der Gläubigen engagiert er sich seit seinem Amtsantritt im September in der Flüchtlingshilfe. "Solange bei uns Luxusautos in edlen Glaspalästen ausgestellt werden, haben wir längst nicht all unsere Möglichkeiten ausgeschöpft", mahnt der 58-jährige Kölner.

W wie Warhol - Die einen freuten sich, die anderen schäumten vor Wut: Zu den besten internationalen Auktionserlösen in diesem Jahr zählten zwei Siebdrucke von Andy Warhol aus Nordrhein-Westfalen. Jahrelang hatten sie die Aachener Spielbank geschmückt. Für 135 Millionen Dollar (rund 110 Millionen Euro) wurden "Triple Elvis" und "Four Marlons" aus dem Besitz des indirekt dem Land gehörenden Casino-Betreibers Westspiel in New York versteigert. Der NRW-Kulturbetrieb und sogar Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) waren empört. Für sie ist der Verkauf landeseigener Kunst ein kulturpolitischer Sündenfall. Westspiel soll mit den Warhol-Millionen saniert werden und ein neues Casino bauen.

X wie Xi Yinping und Y wie Yuxinou - Ende März besuchte der chinesische Staatschef auf seiner Deutschlandreise neben Berlin auch Düsseldorf und Duisburg. Nicht nur Xi wurde ein großer Bahnhof bereitet. Auch ein besonderer Zug stand Pate für die wechselseitig beschworene Verbindung zwischen Deutschland und China: Der Yuxinou-Zug genannte Frachtcontainerzug rollte vor den Augen des Präsidenten im Duisburger Hafen ein. Er verbindet NRW mit dem chinesischen Hinterland in mehr als 10 000 Kilometern Ferne.

Z wie Zweite Liga - Fußball-Fans in Nordrhein-Westfalen erlebten in der zweiten Jahreshälfte 2014 nur noch ganz wenige Zweitliga-Derbys. Denn nach den Aufstiegen des 1. FC Köln und des SC Paderborn sowie dem Abstieg von Arminia Bielefeld erreicht das Bundesliga-Unterhaus aus NRW-Sicht einen historischen Tiefstand. Die einzig verblieben NRW-Clubs sind Fortuna Düsseldorf und der VfL Bochum. So wenig waren es seit Einführung der bundesweiten 2. Liga 1981 noch nie.

Im April gab es in Gronau-Epe im westlichen Münsterland plötzlich ungewollte Ölfunde.

Ä wie Ärger um muslimischen Schützenkönig  - Mithat Gedik hat den Vogel abgeschossen: Im westfälischen Werl-Sönnern wurde der türkisch-stämmige Muslim Schützenkönig. Doch der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) wollte einen nicht-Christen nicht als König dulden. Der Streit eskalierte und sorgte für eine Debatte über Brauchtum und Integration. Am Ende durfte Gedik zwar König bleiben, bei Kreis-, Bezirks- und Bundesschützenfesten darf er aber nicht antreten. Ob der BHDS seine Statuten ändert und sich auch für Andersgläubige öffnet, ist offen.

Ö wie Ölleck  - Es fing an mit einer Öllache auf einer Kuhwiese, dann suppte die giftige Brühe in einem Naturschutzgebiet im Wald an die Oberfläche, später noch auf einem Bauernhof. Im April gab es in Gronau-Epe im westlichen Münsterland plötzlich ungewollte Ölfunde, tote Rinder und verängstigte Anwohner. Viele Lkw-Ladungen mit verseuchter Erde mussten entsorgt werden. Die Suche nach der Ursache dauerte bis zum Juni. Dann stand fest: Ein Verbindungsstück in 217 Metern Tiefe zwischen zwei Rohren ist nicht dicht. Das Öl hatte sich den Weg nach oben durch mehrere Erdschichten gesucht. Tief unter der Erde, in rund 1000 Metern, lagert in Gronau-Epe in durch Salzabbau entstandenen Hohlräumen Öl und Gas für die nationale Energiereserve.

Ü wie Überschwemmung  - Zwei Menschen kamen ums Leben, als am 28. Juli in Münster und Umgebung in wenigen Stunden 100 und mehr Liter Regen pro Quadratmeter fielen. An einer Messstation in Münster waren es sogar 292 Liter. Der Wasserstand der Ems am Pegel Greven stieg nach den extremen Regenfällen um fünf Meter. Polizei und Feuerwehr rückten zu 5000 Einsätzen aus. Ein Autofahrer starb, als sein Wagen von den Fluten eines über die Ufer tretenden Baches erfasst wurde. Ein 76-jähriger Mann ertrank, als die Wassermassen seine Kellerfenster bersten ließen. In 24 000 Haushalten in Münster fiel der Strom aus. Versicherungen und Kommunen beziffern die Schäden auf insgesamt rund 300 Millionen Euro. - dpa

Quelle: wa.de

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