Rudelgucken in NRW: Zehntausende Fans, einige Verletzte

NRW - Im Hafen, auf der Straße, im Stadion: Vor Großleinwänden in ganz NRW war beim Spiel der deutschen Nationalelf Rudelgucken angesagt. Die Polizei lobt den friedlichen Verlauf - und warnt vor Leichtsinn bei Autokorsos.

Zehntausende Fußballfans haben beim Public Viewing in Nordrhein-Westfalen am Samstagabend fröhlich und friedlich die deutsche Nationalelf gefeiert. Allein in und um die Lanxess-Arena in Köln bejubelten mehr als 30.000 Menschen Mario Gomez' Siegtreffer in der 72. Minute. In Dortmund versammelten sich nach Behördenangaben rund 16.000 Fans in Feierlaune vor Großleinwänden. Nach dem Spiel gab es vielerorts Autokorsos. Dabei kam es allerdings zu einigen Zwischenfällen.

So stieß eine 19-Jährige Fahrerin bei einem Autokorso in Siegen mit einem anderen Wagen zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden ihre drei jungen Mitfahrer schwer verletzt, die aus dem Faltdach des Autos heraus über den Sieg jubelten. Zwei weitere Personen erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. In Arnsberg wurden zwei 14-jährige Mädchen leicht verletzt, die auf einer Motorhaube sitzend an einem Autokorso teilnahmen.

Während des Spiels blieb die Stimmung nach Angaben der Polizei trotz der enormen Menschenmassen weitgehend friedlich: "Dazu hat mit Sicherheit auch der Sieg der Nationalelf beigetragen", hieß es bei der Polizei in Köln. In Bad Honnef bei Bonn feierten die Fans nach dem Rudelgucken so ausgelassen auf der Straße, dass Polizei und Ordnungsamt die Fahrbahn mehr als eine Stunde lang für den Verkehr sperren mussten. Vielerorts stiegen nach dem Abpfiff sogar Feuerwerksraketen in die Luft.

In Münster feierten fast 4000 Fans in der Hafenarena. Bereits Stunden zuvor hatten sich die Fans hier singend und hüpfend zur Fußballparty in Schwarz, Rot und Gold eingefunden. "Das ist fast so geil wie im Stadion, nur umsonst", meinte ein Zuschauer.

Der wohl jüngste Fan des Abends hüpfte im Mutterleib kräftig auf und ab: Marion Thesing machte beim Torjubel in der Hafenarena gemeinsam mit dem Ungeborenen Freudensprünge. Er sei bereits jetzt Fußballfan, sagte die Schwangere: "Er ist auf jeden Fall die ganze Zeit wach und macht sich bemerkbar." - lnw

Quelle: wa.de

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