Rotlicht-Skandal: Vier Bordelle geschlossen

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Ordnungsamt hat vier Bordelle dichtgemacht, in denen Freier betäubt und ausgeraubt worden sein sollen.

Nach dem Rotlicht-Skandal in Düsseldorf hat die Stadt vier Bordelle geschlossen. Von den Etablissements gehe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus, begründete Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann den Schritt am Dienstag auf dpa-Anfrage und bestätigte Informationen des "Express". Die Geschäftsführung, die in Untersuchungshaft sitzt, habe sich aus gewerberechtlicher Sicht als unzuverlässig erwiesen.

Freier sollen in den Bordellen mit K.o.-Tropfen betäubt worden sein, damit ihre Kreditkarten geplündert werden konnten. Teilweise sollen davon fünfstellige Beträge abgebucht worden sein. Die Ermittler gehen inzwischen von fast 50 Fällen aus.

Mehrere Rotlicht-Größen sitzen deswegen in Untersuchungshaft, darunter Bert Wollersheim (61), bundesweit bekannt aus der TV-Serie "Die Wollersheims". Seine Frau kündigte laut "Express" an, sich gegen die Schließung rechtlich zur Wehr zu setzen.

Um die Stammkunden nicht zu verprellen, waren offenbar gezielt weit gereiste Freier wie etwa Messebesucher ausgewählt worden. Die Polizei hat für die Opfer eine Telefon-Hotline eingerichtet (+49 211 870 5701). Die Ermittler gehen von mehr als 100 000 Euro Beute aus. Bei einer Großrazzia waren in der vergangenen Woche mehr als 230 000 Euro Bargeld entdeckt worden.

Um die Opfer von Strafanzeigen abzuhalten, waren die Freier den Ermittlern zufolge inmitten von Prostituierten und großen Champagnerflaschen fotografiert worden. Die Fotos seien dann als Druckmittel verwendet worden. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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