Rot-Grün will verkaufsoffene Sonntage in NRW einschränken

DÜSSELDORF - Die rot-grüne Landesregierung will die Ladenöffnung an Sonntagen in Nordrhein-Westfalen einschränken. Die Zahl der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage soll auf maximal 13 pro Kommune begrenzt werden, davon einer im Advent.

Jedes einzelne Geschäft darf aber nur an vier Sonn- oder Feiertagen im Jahr öffnen. Das sieht der Entwurf einer Novelle des Ladenöffnungsgesetzes vor, den das Kabinett am Dienstag verabschiedet hat.

Bäckereien, Zeitschriften- und Blumengeschäfte sollen Ostern, Pfingsten und Weihnachten wieder am ersten Feiertag öffnen dürfen. Dafür müssen sie am zweiten Feiertag geschlossen bleiben.

"Das Wochenende wird wieder stärker geschützt, besonders die Auswüchse bei der Sonntagsöffnung gehören bald der Vergangenheit an", sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) laut Mitteilung. Bislang gibt es keine Obergrenze für die Gesamtzahl verkaufsoffener Sonntage. Die Kommunen können die Sonntagsöffnung für einzelne Stadtteile erlauben, so dass es in manchen Orten Geschäfte deutlich häufiger geöffnet sind.

Auch an Samstagen soll es Änderungen geben. Die Geschäfte sollen künftig spätestens um 22 Uhr schließen. Nur noch an vier Samstagen dürfen sie für ein "Late-Night-Shopping" bis 24 Uhr öffnen. Montags bis freitags sollen sie wie bisher rund um die Uhr öffnen können.

Die geplante Neuregelung werde den Bedürfnissen der Verbraucher gerecht und stelle für Verkaufspersonal und Einzelhändler vernünftige Bedingungen sicher, betonte Duin. Der Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr in den Landtag eingebracht werden. Voraussichtlich im Frühsommer 2013 soll das Gesetz dann in Kraft treten. - lnw

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare