Röttgen bleibt unter Beschuss

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Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

DÜSSELDORF - Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Bundesumweltminister Norbert Röttgen wird jetzt auch aus der Wirtschaft aufgefordert, sich auf Düsseldorf oder Berlin festzulegen.

"Herr Röttgen muss sich ganz schnell klar entscheiden und dann die Ärmel aufkrempeln", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Röttgen hat bisher offengelassen, ob er im Fall einer Niederlage bei der Landtagswahl am 13. Mai als Oppositionsführer nach Düsseldorf geht. Dafür wurde er auch aus der eigenen Partei kritisiert.

Driftmann sagte, Röttgen habe es derzeit mit zwei riesigen Herausforderungen zu tun. Neben dem Wahlkampf meinte der DIHK-Präsident damit die Energiewende: "Gerade jetzt ist der Umweltminister stärker gefordert denn je." Bei der Wende hin zu mehr erneuerbaren Energien sei "außer dem Ziel nichts geklärt". Driftmann betonte: "Wenn wir beim Netzausbau nicht schnell vorankommen, kostet das Wirtschaftswachstum und letztlich Arbeitsplätze."

In der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" (Dienstag) zeigte sich Röttgen kämpferisch - und kündigte bei einem CDU-Sieg "einen grundsätzlichen Politikwechsel" an. "Seit 40 Jahren hat die deutsche Politik Wahlkämpfe damit betrieben, dass leere Versprechungen gemacht wurden auf Kosten der nächsten Generation", wird Röttgen in der Zeitung zitiert. "Diese alte Politik ist nicht mehr tragfähig, sie muss beendet und korrigiert werden." - lnw

Quelle: wa.de

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