Römischer Grenzabschnitt soll Weltkulturerbe werden

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Die Überreste des Römischen Praetoriums sind unter dem "Spanischen Bau" des Rathauses in Köln zu sehen. Das Praetorium war der Amtssitz des Statthalters in der Hauptstadt Köln der römischen Provinz Niedergermanien.

BONN - Deutsche und Niederländer wollen den nördlichen Grenzabschnitt des römischen Reiches, den niedergermanischen Limes, ein Weltkulturerbe werden lassen.

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und drei niederländische Provinzen bereiten den Antrag vor: Die bereits bestehenden Welterbestätte "Grenzen des Römischen Reiches" solle entsprechend erweitert werden. Dazu wollen die Partner am Donnerstag (16. April) in Bonn eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnen, wie das nordrhein-westfälische Ministerium für Stadtentwicklung mitteilte.

Die Niederlande sollen die Bewerbung einreichen. Bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind, könnten aber nach Einschätzung von Fachleuten noch einige Jahre vergehen. Die Initiatoren rechnen sich gute Chancen aus, da schon mehrere Grenzabschnitte des römischen Reiches als Welterbe anerkannt sind: Hadrianswall (118 km) und Antoniuswall (60 km) in Großbritannien sowie der obergermanisch-rätische Limes in Deutschland (550 km).

Der 385 Kilometer niedergermanische Limes reichte von der niederländischen Nordsee in Katwijk aan Zee bis ins rheinland-pfälzische Remagen. Teile Deutschlands und der Niederlande lagen vor 2000 Jahren im Römischen Reich.

Der Limes sei ein besonders beeindruckendes Beispiel dieser gemeinsamen Vergangenheit mit Kastellen, Schiffen, Wegen und Siedlungen entlang des Rheins, hatten die niederländischen Provinzen zuvor festgestellt. Die linksrheinisch verlaufende historische Grenze ist nach früheren Angaben der NRW-Landesregierung das größte lineare archäologische Denkmal in Europa.

Zu sehen sind heute noch Anlagen wie das Praetorium in Köln, das Hauptquartier der Römer in Niedergermanien. Heute ist die Anlage ein Museum. Damals war es nach Museumsangaben das größte und ehrgeizigste Gebäude der Römer am ganzen Rhein.

Es wäre aber nicht die erste Welterbestätte, die sich über mehrere Länder ausstrecken würde: Die im Welterbe eingetragene Route der Seidenstraße im Tian Shan Gebirge führt durch China, Kirgistan und Kasachstan. Die große Inkastraße läuft durch Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ekuador und Peru. - lnw

Quelle: wa.de

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