7 Paarhufer ausgebüxt

Dortmunder Polizei erlebt Rinder-Wahnsinn live

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DORTMUND - Einen solchen Einsatz erleben die Beamten der Polizei Dortmund nicht alle Tage. Sieben Rinder mit einem ausgeprägten Freiheitsdrang haben die sie am Donnerstag auf Trab gehalten. Rund acht Stunden dauerte der Einsatz.

Gegen 8.44 Uhr waren die Beamten verständigt worden. Von einem Hof an der Stockumer Straße seien Rinder ausgebüchst. Zeitgleich meldeten sich Anwohner aus der Umgebung, die die Tiere auf Straßen und in Gärten gesichtet hatten.

Sieben Paarhufer waren es an der Zahl, die sich von nun an eine abwechslungsreiche Verfolgungsjagd mit Beamten und Mitarbeitern des Hofes lieferten. Diese führte sie unter anderem über den Schulhof einer nahe gelegenen Schule sowie über die Fritz-Kahl-Straße. Beim Versuch, die Ausbrecher wieder zurück nach Hause zu führen, trennte sich die Gruppe schließlich auch noch und machte es den Einsatzkräften schwer.

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Zwei Rinder flüchteten sich anschließend in einen Hinterhof an der Carl-von-Ossietzky-Straße. Dort ergaben sie sich relativ schnell widerstandslos den eingetroffenen Beamten und Mitarbeitern des Hofes. Die Beamten formten mit Hilfe eines Streifenwagens eine Barriere, so dass sich die Tiere ihrem Schicksal fügten und in dem Hinterhof verweilten. In einem Transporter wurden sie von dort schließlich gegen 15.50 Uhr abgeholt.

Der zweite Teil der Gruppe zeigte sich weit kreativer in seinen Fluchtbemühungen. Denn zu fünft büchsten die übrigen Wiederkäuer über die Stockumer Straße, einen Parkplatz am Signal-Iduna-Park und eine Kleingartenanlage bis in das Waldgebiet "Bolmke" aus. Weil die Tiere mittlerweile sehr verängstigt waren, ließen sie sich partout nicht einfangen. Die Beamten riefen schließlich auch Mitarbeiter des Dortmunder Zoos zur Unterstützung hinzu.

Tatkräftig halfen sie mit, die Rinder schließlich auf einer Wiese in der Bolmke festzusetzen. Dort konnten die Paarhufer gegen 14.40 Uhr mithilfe von Absperrmaterial des Zoos in einen Transporter gelenkt und in Richtung Heimat abtransportiert werden. - WA

Quelle: wa.de

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