Schon 1,43 Millionen Euro

Riesige Spendenbereitschaft nach Affenhaus-Brand 

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Bei dem verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos starben in der Neujahrsnacht mehr als 30 Tiere. 

Mehr als drei Wochen ist es her, seitdem das Affenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt ist. Die Menschen in der Stadt trauern immer noch und bekunden ihre Solidarität. Bislang wurden 1,43 Millionen Euro für ein neues Affenhaus gespendet.

Krefeld - Weit mehr als 500 Menschen haben sich am Freitag in Krefeld bei einer Versammlung vor dem Rathaus mit dem Zoo der Stadt solidarisiert. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Unser Zoo - unsere Verantwortung". Seit dem Brand im Affenhaus am Jahresanfang seien Spenden in Höhe von 1,43 Millionen Euro eingegangen, berichtete Friedrich Berlemann, der Vorsitzende der Zoofreunde. Der Betrag werde die erste Basis für die Finanzierung eines neuen Affenhauses sein, sagte er. Der Aufsichtsrat des Zoos hat den Neubau und die weitere Haltung von Menschenaffen beschlossen.

Dort war in der Nacht zu Neujahr das Affenhaus komplett ausgebrannt. Mehr als 30 Tiere starben, darunter acht Menschenaffen. Die Publikumslieblinge lebten teils schon Jahrzehnte in Krefeld und waren eine große Attraktion des Tierparks. Die Anteilnahme und Trauer in der Stadt war groß.

Nach Brand im Affenhaus: Verbundenheit ist groß

Am Freitag kamen bei bitterer Kälte vor allem Erwachsene. "Wir sind Freunde" stand auf einem Zettel mit einem Foto des ums Leben gekommenen Senior-Gorillas Massa, den ein Mann sich umgehängt hatte. Ein kleiner Junge hatte einen Plüschaffen mitgebracht, ein anderer hielt eine Kerze in der Hand. Immer wieder tupften Teilnehmer sich Tränen ab. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) betonte die große Verbundenheit: "Es ist typisch für Krefeld, dass man in den Zoo geht". Unter Applaus dankte er der Feuerwehr, den Notfallseelsorgern und dem Roten Kreuz für den Einsatz in der Silvesternacht.

Der Zoo will zügig mit der Planung eines neuen Affenhauses beginnen. "Wir wollen noch in diesem Jahr Besuche in Zoos machen, die sich durch ihre innovative und vorbildliche Menschenaffenhaltung auszeichnen", sagte eine Sprecherin. Bis zur Fertigstellung des sogenannten Artenschutzzentrums Affenpark würden einige Jahre vergehen, da es von Grund auf neu geplant werden müsse. Die Kosten werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Auf dem Zoogelände lebt noch eine Gorillafamilie, die nicht im Affenhaus untergebracht war. Zwei Schimpansen überstanden das Feuer weitgehend unversehrt.

Nach Ermittlungen der Polizei hatten drei Frauen in der Silvesternacht eine chinesische Himmelslaterne starten lassen, die das Dach in Brand setzte. Bei dem Feuer starben mehr als 30 Tiere, darunter acht Menschenaffen: Zwei Gorillas, fünf Orang-Utans und ein Schimpanse. - dpa

Quelle: wa.de

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