In sechs Metern Tiefe gefunden

Traurige Gewissheit: Vermisster Mönch tot geborgen

+

Aller Einsatz war vergebens: Seit Mittwoch wurde ein Mönch, der im Biggesee verunglückt war, gesucht. Am Samstag wurde er tot geborgen.

Update, 27. Juli

Olpe-Sondern - Der am Mittwoch im Bereich Sondern verunglückte Schwimmer wurde am Samstag Tage tot geborgen. Die die intensiven polizeilichen Suchmaßnahmen waren am Freitagabend "auch aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse unter Wasser vorerst eingestellt", hieß es von der Polizei.

Die DLRG hatte jedoch auch eine darüber hinausgehende Suche für das Wochenende angekündigt. Hierbei konnte heute der Leichnam des 60-jährigen Mannes gegen 11 Uhr in etwa 6 Metern Tiefe unweit des Unglücksortes lokalisiert und geborgen. 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen Staatsanwaltschaft und Polizei nach wie vor von einem tragischen Unglücksfall ohne Fremdverschulden aus.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung

Olpe-Sondern - Nach Angaben eines Polizeisprechers ist die groß angelegte Suche nach dem im Biggesee vermissten Mönch eingestellt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war zuvor seit Mittwochnachmittag im Einsatz gewesen. Ohne Erfolg. Denn die Hoffnung, den Mann lebend aus dem Wasser zu retten, gibt es natürlich schon länger nicht mehr. Dennoch waren die Rettungskräfte unermüdlich im Einsatz.

Nach dem  mutmaßlich tödlichen Badeunfall auf dem Biggesee in Olpe hatte die Polizei am Donnerstag ihre Suche nach einem vermissten buddhistischen Mönch zunächst vergeblich fortgesetzt. „Eingesetzte Leichenspürhunde hatten bis zum Abend nicht angeschlagen“, sagte ein Polizeisprecher. Am Freitag endete die groß angelegte Suchaktion der Polizei: „Wir haben die Suche erstmal eingestellt.“ 

Der Grund: Es gebe keine Anhaltspunkte auf den Verbleib des Mannes. Zudem sei die Sicht unter Wasser so schlecht, dass der Polizeihubschrauber die Einsatzkräfte nicht unterstützen könne. Auch für die Taucher war der Einsatz nicht einfach: Durch die Sonneneinstrahlung hatten sich so viele Schwebstoffe im Wasser gebildet, dass die Sicht teils nur im Zentimeterbereich lag.

Die DLRG setzt ihre Suche laut Polizei indes „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ fort. Heißt: mit Booten, aber ohne Taucher.

Der 60 Jahre alte Mönch war nach bisherigen Erkenntnissen am Mittwochnachmittag untergegangen, als er einen Mitbruder, der nach aktuellen Informationen doch nicht schwimmen konnte, retten wollte, wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag sagte.

Den ersten Befragungen zufolge waren drei Ausflügler im Alter von 35, 23 und 60 Jahren von einem Tretboot aus zum Schwimmen ins Wasser gesprungen, wie der Polizeisprecher berichtete. Warum auch der Jüngste folgte, „obwohl er nicht schwimmen konnte“, sei unklar. Der 60-jährige, „gute Schwimmer“ habe versucht, ihm zu helfen und sei dabei selbst in Not geraten. Von ihm fehlt seither trotz intensiver Suche durch Feuerwehr, Polizei und DLRG jede Spur. Dem 35-Jährigen sei es schließlich mit Hilfe weiterer Passanten gelungen, den jungen Nichtschwimmer ans Ufer zu bringen.

Lage am Mittwoch zunächst undurchsichtig

Die Lage war am Mittwoch zunächst undurchsichtig: Die Polizei hatte zuerst auf Anfrage mitgeteilt, dass auf dem Biggesee im Bereich der Anlegestelle Sondern ein Boot gekentert sei. Späteren Angaben zufolge sollte allerdings auf dem Badesee ein Tourist aus einem Tretboot gesprungen sein und habe zum Ufer schwimmen wollen, das aber nicht geschafft. Ein zweiter Mann sollte ihm nachgesprungen sein, um zu helfen - der erste Mann habe es allerdings zurück ins Boot geschafft. Der Helfer sei untergegangen und werde vermisst. Eine dritte Person, die im Boot saß, sei nicht in Gefahr gewesen.

Nach offizieller Mitteilung der Feuerwehr Olpe von Donnerstag jedoch, sollen „alle drei Personen der Touristengruppe von einem Tretboot aus ins Wasser zum Schwimmen gegangen und in Not geraten sein.“ Während zwei Personen durch Ersthelfer gerettet werden konnten, hätten Ersthelfer angegeben, dass die dritte Person im Wasser untergegangen und danach im Sichtbereich nicht wieder aufgetaucht sei. Auch an das Ufer hatte er sich nicht gerettet, die Suche dort verlief ergebnislos.

Die Männer gehören zu einer zu einer 21-köpfigen buddhistischen Reisegruppe aus Asien, die momentan im Institut für angewandten Buddhismus in Waldbröl Urlaub macht.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz - darunter Feuerwehr und DLRG, sowie der Polizeihubschrauber.  Durch das eingesetzte Sonar bei der Suche ergaben sich am Mittwoch laut Feuerwehr zunächst „Verdachtspunkte im rund 15 Meter tiefen Wasser, die mit Bojen gekennzeichnet und über mehr als drei Stunden mit Rettungstauchern abgesucht wurden.“ Gegen 21 Uhr am Mittwoch wurde die Suche erfolglos zunächst eingestellt. Am Donnerstagmorgen war die Suche wieder aufgenommen worden - ebenfalls ohne Erfolg.

Der Badeunfall ist schon die zweite Tragödie am Biggesee im laufenden Sommer: Bereits Ende Juni hatten Rettungskräfte einen zuvor als vermisst gemeldeten Badegasttot aus dem Biggesee geborgen. Zudem wird aktuell eine Frau an der Glörtalsperre auf der Grenze des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises vermisst. 

Vermisstensuche am Biggesee

Lesen Sie auch:

Chemieunfall in Umwelttechnik-Firma: Fünf Mitarbeiter im Krankenhaus

Vier Personen bei Verkehrsunfall auf der B7 verletzt - Rettungsgasse blockiert

Sexueller Übergriff an Talsperre: Frau reißt sich los und schreit um Hilfe

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare