Merkel: "Bittere und schmerzhafte Niederlage" für CDU

Norbert Röttgen mit Kanzlerin Angela Merkel.

BERLIN/DÜSSELDORF - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen als "bittere, schmerzhafte Niederlage" bezeichnet.

So wie Erfolge gemeinsam gefeiert würden, seien Niederlagen auch "gemeinsame Niederlagen", sagte die Bundeskanzlerin am Montag nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. Im Bund gelte es nun, die Aufgaben anzugehen, "die vor uns liegen". Dazu gehörten die Energiewende, das Betreuungsgeld und die Europapolitik.

Zur Rolle von Spitzenkandidat Norbert Röttgen (CDU) als Bundesumweltminister nach dem Absturz der NRW-CDU auf 26,3 Prozent sagte die Kanzlerin: "Die Kontinuität der Aufgabenerfüllung ist notwendig, um die Energiewende vernünftig gestalten zu können."

Merkel sagte, sie sehe der Bundestagswahl 2013 "sehr gelassen entgegen". Auf Bundesebene seien die Gemeinsamkeiten mit der FDP weiterhin am größten. Deshalb laute die Aufgabe nun, vernünftige Regierungsarbeit zu machen und Themen, die auf der Tagesordnung stehen, zu verabschieden.

Zur Kritik von CSU-Chef Horst Seehofer an Röttgen äußerte sich Merkel zurückhaltend. "Der Vorsitzende der CSU hat das gesagt, was ihn bewegt hat." Auf die Frage, wann Seehofer wieder mit ihr sprechen werde, sagte die Kanzlerin: "Dann, wann es sich als notwendig erweist. Davon gehe ich jedenfalls aus." Dies gelte auch umgekehrt. Seehofer hatte in der "Bild"-Zeitung (Montag) indirekt Röttgens Eignung als Bundesumweltminister infrage gestellt. - dpa

Quelle: wa.de

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