Kaufkraft in NRW stagniert erstmals seit 2009

DÜSSELDORF - Die Reallöhne, das heißt die Kaufkraft, der Vollzeitbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen sind erstmals seit 2009 nicht gestiegen. Im zweiten Quartal 2012 wuchsen zwar die Nominallöhne - also die noch nicht preisbereinigten Bezüge - verglichen zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent.

Da sich die Verbraucherpreise aber im gleichen Maß erhöhten, gab es für die Beschäftigten unter dem Strich kein Plus, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Ein Sprecher sagte, ein Minus habe es zuletzt im vierten Quartal 2009 gegeben. Damals seien die Bruttomonatsverdienste preisbereinigt um 0,1 Prozent gesunken.

Eine Ursache für die stagnierenden Löhne sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen darin, dass immer mehr Arbeitgeber aus der Tarifbindung ausstiegen. "Diese Betriebe zahlen dann in den meisten Fällen auch niedrigere Löhne", sagte die DGB-Arbeitsmarkt-Expertin Carmen Tietjen. - lnw

Quelle: wa.de

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