Razzia im Ruhrgebiet: Sieben Festnahmen 

DUISBURG - Bei einer groß angelegten Drogenrazzia im Ruhrgebiet hat die Polizei am Mittwoch sieben mutmaßliche Dealer festgenommen. Die drei Hauptverdächtigen kamen in Untersuchungshaft, unter ihnen auch ein Mitglied der Rockergruppe Bandidos.

Bei 14 Durchsuchungen hat die Polizei mehrere Kilo Drogen gefunden. Sieben Menschen wirft sie bandenmäßigen Drogenhandel vor. Auch ein Bandido soll Teil des Dealer-Rings sein.

Dem 36 Jahre alten Rocker aus Rheinberg, seiner 39-jährigen Freundin und einem 28-Jährigen aus Waltrop wird bandenmäßiger Drogenhandel in großen Mengen vorgeworfen. Der Bandido hielt sich mit seiner Freundin im Oberhausener Clubheim auf, als Polizisten die beiden überraschten.

Rund 200 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz, bei der sie fast zeitgleich 14 Wohnungen und Geschäftsräume in Essen, Bochum, Oberhausen sowie den Kreisen Recklinghausen und Wesel durchsuchten. Dabei fanden sie Schusswaffen, Bargeld und mehrere Kilo Cannabis und Amphetamine ("Speed"), wie der Klever Oberstaatsanwalt Günter Neifer sagte. Im Keller einer Wohnung in Oer-Erkenschwick entdeckten sie zwei Mariuhana-Plantagen. Außerdem stießen sie auf ein Labor, mit dem vermutlich synthetische Drogen hergestellt wurden.

Zu Gewalt oder Zwischenfällen kam es nicht. "Das ist alles planmäßig und problemlos abgelaufen", sagte Neifer. Die Duisburger Polizei nannte den Einsatz "äußerst erfolgreich" und einen sah darin einen "wirksamen Schlag gegen eine Drogenbande".

Verschiedene Hinweise hatten die Polizei in den durchsuchten Räumen Drogen vermuten lassen. "Der bestehende Verdacht hat sich nicht nur erhärtet, sondern sogar erweitert", sagte Neifer. Es handle sich aber nicht um ein Verfahren gegen mit Drogen handelnde Rocker. Stattdessen sei nur einer von vielen Beschuldigten "zufälligerweise" Mitglied der Bandidos. - lnw

Quelle: wa.de

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