Bundesweit

Riesiger Einsatz der Polizei: Razzia-Schwerpunkt auf NRW - Die Ergebnisse im Überblick

Am Dienstag hat es bundesweite Durchsuchungen gegeben - so auch in Herdecke.
+
Am Dienstag hat es bundesweite Durchsuchungen gegeben - so auch in Herdecke. Die Razzia lief gegen Besitzer kinderpornografischer Inhalte und steht im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach.

Die Polizei durchsucht bundesweit Wohnungen von 65 mutmaßlichen Besitzern kinderpornografischer Inhalte - schwerpunktmäßig in NRW. Die Ergebnisse der Razzia im Überblick.

  • Die Razzia gegen Kinderpornografie am Dienstag lief bundesweit. Ein großer Schwerpunkt: NRW. 16 Beschuldigte kamen aus Nordrhein-Westfalen.
  • Die Durchsuchungen bei den 65 Verdächtigen, darunter 63 Männer und zwei Frauen, standen im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach.
  • Insgesamt wurden über 1000 Asservate sichergestellt. Aktuell laufen noch letzte Durchsuchungen. Die Namen einzelner betroffenen Orte werden bekanntgegeben, sobald die Razzia vollständig beendet ist.

Update vom 26. Januar, 17.09 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat nach den neuen Durchsuchungen gegen Kinderpornografie den „hunderten von Polizistinnen und Polizisten für ihren hochprofessionellen und hochkomplexen Einsatz“ gedankt. Justizminister Peter Biesenbach (CDU) schloss sich den dankenden Worten des Innenministers an: „Der Aktionstag zeigt, dass die Justiz auch im Internet uneingeschränkt handlungsfähig ist.“

MissbrauchskomplexBergisch Gladbach
Start der ErmittlungenOktober 2019
Zentraler Gegenstand der ErmittlungenBesitz und Verbreitung von Kinderpornografie

Update vom 26. Januar, 14.27 Uhr: Michael Esser erklärte auch, dass es am Dienstag zu keinen weiteren Festnahmen gekommen ist. Er stellte zugleich die Gesamtstatistik vor, wonach es insgesamt 330 Beschuldigte im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gibt, von denen sich sieben Personen in Untersuchungshaft befinden.

Riesiger Einsatz der Polizei: Razzia-Schwerpunkt auf NRW - Alle Infos im Live-Ticker

Update vom 26. Januar, 14.21 Uhr: Staatsanwaltschaft und Polizei wollen mit der Bekanntgabe der einzelnen Durchsuchungsobjekte warten, bis die Razzia vollständig abgeschlossen ist. Dann werden auch die Namen der einzelnen Gemeinden öffentlich gemacht, in denen die Durchsuchungen stattgefunden haben.

Update vom 26. Januar, 14.17 Uhr: Die Pressekonferenz bestätigt den Eindruck, dass es sich bei dem Bundesland Nordrhein-Westfalen um einen Schwerpunkt in den Ermittlungen handelt. Allein knapp 500 Einsatzkräfte waren im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands im Einsatz. Anders als zuvor berichtet, wurden in NRW 21 Objekte mit 16 Verdächtigen untersucht.

Update vom 26. Januar, 14.15 Uhr: Es gibt Details zu einzelnen Beschuldigten: Bei den Durchsuchungen versuchte ein Beschuldigter, vor der Polizei zu fliehen. In einem weiteren Fall wurde ein 13-jähriges Kind dem Jugendamt übergeben. „Die Umstände waren unklar“, berichtete Michael Esser.

Riesiger Einsatz der Polizei: Razzia-Schwerpunkt auf NRW - 1000 Asservate sichergestellt

Update vom 26. Januar, 14.12 Uhr: Wie Michael Esser weiter mitteilte, wurden über 1000 Asservate sichergestellt. Allerdings sei man noch nicht am Ende. Aktuell laufen noch immer letzte Einsätze. Es wurden lediglich deutsche IP-Adressen ausgewertet.

Update vom 26. Januar, 14.05 Uhr: Kriminaldirektor und Leiter der BAO Berg, Michael Esser, teilte auf der Pressekonferenz mit, dass die Einsätze in zehn Bundesländern und unter der Führung der Polizei Köln stattfanden. Dabei wurden die Wohnungen von 63 Männer und zwei Frauen durchsucht, insgesamt waren bei der Razzia 1000 Einsatzkräfte beteiligt. Es gibt bei den Durchsuchten keine Hinweise auf aktive Missbrauchstäter. Konkrete Gefahrenüberhänge sind auszuschließen. Jedoch haben sich durch die Durchsuchungen Hinweise auf aktive Missbrauchsfälle ergeben. Verfahren wurden umgehend eingeleitet.

Update vom 26. Januar, 13.59 Uhr: Die Ermittler treten jetzt gleich vor die Presse und nennen Details zur Razzia.

Riesiger Einsatz der Polizei: Razzia-Schwerpunkt auf NRW - 65 Beschuldigte bundesweit

{Erstmeldung vom 26. Januar, 12.55 Uhr} Köln - Die Razzia heute steht im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Erneut stürmten Polizisten am Dienstagmorgen dutzende Wohnungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kommen 19 Personen und damit knapp ein Drittel der 65 Beschuldigten aus NRW - weitere Schwerpunkte gibt es demnach in den Bundesländern Bayern und Niedersachsen. Auch am Vormittag lief die Razzia noch.

Razzia der Polizei: SEK-Einsatz mit Schwerpunkt auf NRW - 65 Beschuldigte bundesweit

Laut Staatsanwaltschaft Köln, welche die Ermittlungen gemeinsam mit der Polizei leitet, sollen die 65 Verdächtigen kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben. Die Verfahren hätten sich aus den Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ergeben.

Der Kindermissbrauchskomplex Bergisch Gladbach

Der Missbrauchskomplex begann im Oktober 2019 mit einer Hausdurchsuchung in Bergisch Gladbach. Damals waren Unmengen kinderpornografischer Daten gefunden worden. Seitdem ermittelt die sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Berg“ der Kölner Polizei.

Der Fall hat längst bundesweite Kreise gezogen. Denn über das kriminelle Netzwerk des Mannes aus Bergisch Gladbach stießen die Ermittler auf Hunderte weitere Verdächtige. Die Polizei arbeitet mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Kölner Staatsanwaltschaft zusammen.

Zunächst ging es schwerpunktmäßig um den Besitz und die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Zahlreiche Fälle, die Kindesmissbrauch betreffen, stehen jedoch im Zusammenhang mit dem Komplex Bergisch Gladbach. Bei dem Komplex handelt es sich um das bisher größte bekannte Missbrauchsnetzwerk in Deutschland.

Zweite bundesweite Razzia gegen Kinderpornografie: Schwerpunkt auf NRW - Auch SEK im Einsatz

Laut einer Pressemitteilung der Polizei Köln, waren auch Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Einsatz. „Eine erste Sichtung und Bewertung sichergestellter Beweismittel in den am Einsatz beteiligten Polizeibehörden ist bereits angelaufen“, hieß es von Seiten der Ermittler.

Um 14 Uhr wird es eine Pressekonferenz geben, bei der weitere Details bekanntgegeben werden. Oberstaatsanwalt Markus Hartmann, der die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW leitet sowie Kriminaldirektor und Leiter der BAO Berg, Michael Esser, werden dann vor die Presse treten.

Die Razzia ist der zweite bundesweite Großeinsatz im Fall Bergisch Gladbach. Zuletzt hatte die Polizei im September des vergangenen Jahres 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten durchsucht. Die Razzia fand damals in zwölf Bundesländern statt - 1000 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Zudem gibt es in NRW weitere Fälle von Cyberkriminalität gegen Kinder, die jedoch nicht mit Bergisch Gladbach im Zusammenhang stehen. In Nordrhein-Westfalen - unter anderem in Hamm und Bönen - kam es im Dezember des vergangenen Jahres zu einer Massendurchsuchung in 41 Wohnungen. Die Mitteilungen in dem Fall kamen aus den USA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare