Razzia gegen Schleuserring in NRW

WUPPERTAL - Gegen einen Schleuserring ging am Donnerstag die Polizei zeitgleich in Hamm, Werl, Leverkusen und Wuppertal vor. Mindestens 42 Türken, Syrer und Iraker sollen die Kriminellen illegal nach Europa geholt haben.

Mit Durchsuchungen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten ist die Bundespolizei gegen einen Schleuserring vorgegangen. Polizisten drangen am Donnerstag zeitgleich in Wohnungen in Hamm, Werl, Leverkusen und Wuppertal ein, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei in St. Augustin. Insgesamt seien 82 Beamte im Einsatz gewesen.

Die Schleuser sollen mindestens 42 Türken, Syrer und Iraker nach Europa geschleust haben, die dafür pro Kopf bis zu 10.000 Euro zahlen mussten. Das Netzwerk soll an den illegalen Einreisen mindestens 420.000 Euro verdient haben. Als mutmaßlicher Kopf der Gruppe gilt ein 67-Jähriger in Frankfurt/Main.

Er ist den Ermittlern unter acht verschiedenen Identitäten bekannt und war mit einem halben Dutzend gefälschten Pässen bei einer Kontrolle am Frankfurter Airport aufgefallen. Die Bundespolizei habe bei der Razzia gefälschte irakische Identitätskarten und weiteres Beweismaterial sicherstellen können.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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