Schreckensfahrt mit zwölf Unfällen

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BONN - Nach einer Autofahrt mit zwölf Unfällen und einem Angriff auf einen Polizisten hat das Bonner Amtsgericht einer 38-jährigen Frau für zweieinhalb Jahre den Führerschein entzogen.

Für die ihr zur Last gelegten Straftaten, darunter gefährliche Körperverletzung, Unfallflucht und Widerstand gegen Staatsbeamte, wurde sie am Dienstag jedoch nicht zur Verantwortung gezogen. Die gelernte Landwirtin aus Magdeburg litt nach Einschätzung eines Gutachters und des Gerichts zur Tatzeit unter einer akuten Psychose. Deshalb habe eine Schuldunfähigkeit bestanden.

Die 38-Jährige hatte am 13. Juni 2013 auf Landstraßen im Raum Bonn innerhalb von 40 Minuten gezielt Fahrzeuge von hinten gerammt. Darunter waren auch ein Linienbus mit 40 Fahrgästen und ein Lastwagen. Auch parkende Autos, Straßenlaternen und Gartenzäune wurden Ziel ihrer Angriffe.

Einen Polizeibeamten in Zivil, der sie stellen wollte, attackierte die Frau gleich dreimal mit dem Wagen. Als sie ein viertes Mal mit eingelegtem Rückwärtsgang auf ihn losfuhr, rettete der Polizist sich mit einem Sprung hinter parkende Autos. "Ich dachte, die will mich umbringen", sagte der 58-jährige Beamte im Prozess. In einer Pferdekoppel konnte die Frau schließlich festgenommen werden. Der Schaden beträgt rund 42 000 Euro.

Die Angeklagte konnte im Prozess die Schreckensfahrt nicht erklären. Nach einem Streit mit einer Freundin habe sie sich ins Auto gesetzt. Sie sei wie im Rausch gewesen und habe sich nicht bremsen können. - dpa

Quelle: wa.de

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