Raucher Adolfs droht trotz BGH-Urteil Räumung

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DÜSSELDORF - Raucher Friedhelm Adolfs steht trotz seines Erfolgs vor dem Bundesgerichtshof kurz vor dem Rauswurf aus seiner Düsseldorfer Wohnung. Ein Gerichtsvollzieher hat dem 76-Jährigen die Zwangsräumung für den 24. März angekündigt.

Adolfs Anwalt hatte daraufhin zwar beantragt, das Vorhaben auszusetzen. Der Antrag sei aber am Mittwoch vom Düsseldorfer Amtsgericht zurückgewiesen worden, sagte ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Das Amtsgericht sei gar nicht zuständig. Außerdem habe der Anwalt keine Einwendungen gegen die Zwangsräumung vorgetragen, über die das Gericht befinden könnte (Az.: 51 Z 173/15).

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte angeordnet, dass der Prozess um die fristlose Kündigung der Wohnung des Rentners wegen vermeintlicher Rauchbelästigung der Nachbarn im Haus neu aufgerollt werden muss. Die Bundesrichter hoben das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts auf und wiesen den Fall zur neuen Verhandlung an das Gericht zurück.

Adolfs' Vermieterin hatte dem Raucher 2013 fristlos die Wohnung gekündigt. Als Grund nannte sie die unzumutbare Belästigung der Nachbarn durch Zigarettenqualm, der von der Wohnung in den Hausflur dringe. Adolfs argumentierte, er rauche nur 15 Zigaretten am Tag. - dpa

Quelle: wa.de

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