Rekord-Raser

Polizei verfolgt 60-jährigen Biker mit mehr als Tempo 200 durch den Kreis Soest

Motorradraser Polizei
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Viel zu schnell: Einen Motorradraser (Symbolbild), der teils mit mehr als 200 Stundenkilometern auf der Landstraße unterwegs war, hat die Polizei in NRW jetzt aus dem Verkehr gezogen.

Mehr als 200 Stundenkilometer auf der Landstraße, Tempo 180 in 70er-Zonen: Die Motorradsaison hat gerade erst begonnen und ein 60-jähriger Biker aus NRW hat sich jetzt schon einen echten Negativrekord gesichert. Die Polizei hat ihn sofort aus dem Verkehr gezogen.

Kreis Soest - Die Polizisten im Kreis Soest sprechen von „Glück im Unglück“. Mit dem Turbo-Frühling am Wochenende hatte dort auch ein Motorradfahrer den Turbo eingelegt. Und zwar so, dass die Polizisten, die die Verfolgung aufnahmen, kaum noch hinterher und aus dem Staunen kaum noch herauskamen.

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Einer zivilen Polizeistreife fiel der 60-Jährige aus Büren bei Paderborn am Samstagnachmittag (20. Februar) auf der Bundesstraße 516 nahe des Ortes Rüthen im Kreis Soest auf. Da hatte er bereits 160 Stundenkilometer auf dem Tacho. Erlaubt gewesen wären 100. Im Vergleich zu dem, was dann folgte, war das schon fast eine Kleinigkeit.

Verfolgungsjagd im Kreis Soest: 60-Jähriger gibt Vollgas

Die Polizisten wollten den Raser anhalten, der gab aber stattdessen Vollgas. Ob er die Anhaltezeichen der Polizei nicht sehen konnte oder absichtlich ignoriert hat, steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest.

Sicher ist aber: Auf den mehr als 10 Kilometern, die die Zivilstreife dem Raser folgte, brannte er Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern in den Asphalt. Teilweise war er mit bis zu 180 Kilometer pro Stunde unterwegs, wo nur 70 erlaubt gewesen wären. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der 10-Kilometer-Strecke lag am Ende knapp jenseits der 160.

Verfolgungsjagd im Kreis Soest: Verbotenes Rennen

Neben den Tempo-Sünden sammelte der Mann auf der Strecke noch zahlreiche weitere Verstöße, unter anderem hat er jetzt missachtete Überholverbote ebenso wie das Ignorieren einer Reihe von Verkehrszeichen in seiner Akte.

Alls die Beamten den Mann endlich stoppen konnten, stellten stellten sie sofort den Führerschein sicher. Mit einer einfachen Geldstrafe und ein paar Punkten in Flensburg wird der Fall für den Raser noch lange nicht erledigt sein. Die Polizisten leiteten ein
Ermittlungsverfahren wegen „Verbotener Kraftfahrzeugrennen“ ein.

Verfolgungsjagd im Kreis Soest: jetzt droht Gefängnis

„Demnach muss ein Kraftfahrzeugführer, der sich im Straßenverkehr zur Erreichung einer höchst möglichen Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen“, erklärt ein Sprecher der Polizei.

Ebenfalls im Kreis Soest wurde eine 42-jährige Motorradfahrerin am Sonntag bei einem Unfall schwer verletzt. Auch im Sauerland endete für einige Motorradfahrer die erste Ausfahrt der Saison im Krankenhaus.

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