In rasender Eifersucht ausgerastet - 51-Jährige verurteilt

PADERBORN - Außer sich vor Wut und Eifersucht hatte eine 51 Jahre alte Frau auf ihren Lebensgefährten eingestochen und dann dessen Haus angezündet. Jetzt hat das Landgericht Paderborn die Frau zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Die 1. Große Strafkammer befand sie am Dienstag der gefährlichen Körperverletzung sowie der Brandstiftung schuldig. Die Richter hielten ihr eine verminderte Schuldfähigkeit zugute.

Am 8. März kam es in Bad Driburg zwischen der Frau und ihrem Freund, einem 64-jährigen Paderborner, zum Streit. Die kaufmännische Angestellte hatte herausgefunden, dass ihr Partner während ihres Kuraufenthaltes heimlich einen Tanzkurs belegt hatte. Nach einem Wortgefecht stach die 51-Jährige mit einem Messer auf ihren Freund ein. Der 64-Jährige erlitt nur eine leichte Verletzung und konnte fliehen. Danach fuhr die Frau nach Paderborn und zündete dort die leerstehende Doppelhaushälfte ihres Lebensgefährten an. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 100 000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

"Ich habe das ohne Logik und Verstand gemacht", gestand die Angeklagte, die dem Gericht zuvor ihre nicht ganz einfach Beziehung zu dem älteren Mann geschildert hatte. Eine Einlassung, die auch der psychiatrische Gutachter nachvollziehen konnte. Nach der Aufdeckung der Heimlichkeiten ihres Partners sei bei der Frau, die ohnehin mit psychischen Problemen zu kämpfen habe, eine akute Belastungsstörung aufgetreten. Diese habe letztlich zusammen mit einigen Gläsern Wein zu der Tat geführt. Aggressives Verhalten sei der Persönlichkeit der Driburgerin an und für sich völlig fremd. - lnw

Quelle: wa.de

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