Mit Bürgerbeteiligung

Nächster Blitz-Marathon in NRW am 8. April

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DÜSSELDORF - NRW-Innenminister Ralf Jäger sieht einen Zusammenhang zwischen der Abnahme der Zahl tödlicher Verkehrsunfälle und Tempokontrollen. Innerhalb von zwei Jahren steht jetzt der sechste Blitz-Marathon bevor. Bürger dürfen mitreden.

Die Polizei in NRW startet am 8. April in den sechsten landesweiten Blitzmarathon. 24 Stunden lang sollen Fahrzeuge in einem dichten Kontrollnetz auf zu hohes Tempo überprüft werden. "Diesmal werden die Bürger beteiligt", kündigte Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Dienstag in Düsseldorf an. "Die Menschen erleben in ihrer direkten Umgebung, dass viele Autofahrer rücksichtslos fahren und das Leben anderer gefährden. Das macht sie wütend und besorgt. Gerade bei der Verkehrssicherheitsarbeit nutzen wir die Chance, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen", sagte Jäger der Nachrichtenagentur dpa.

Die Polizei erstellt Listen örtlicher Messstellen. Die Bürger haben dann die Möglichkeit, über diese Orte abzustimmen. Mehr als 15 000 Vorschläge, an welchen Stellen gerast oder gedrängelt wird, hat die Polizei beim letzten 24-Stunden-Blitz-Marathon erhalten. "Unser größter Erfolg beim 24-Stunden-Blitz-Marathon wäre es, wenn sich alle an die Regeln hielten und die Polizei keine Knöllchen ausstellen müsste", sagte Jäger. Er hatte jüngst die Großkontrollen für die gesunkene Zahl an Verkehrstoten mitverantwortlich gemacht.

Am zurückliegenden Blitz-Marathon im Oktober hatten sich alle Bundesländer beteiligt. Drei Millionen Fahrzeuge wurden kontrolliert und 83 000 Temposünder zur Kasse gebeten. Bundes- und NRW-Schnitt lagen jeweils bei 2,7 Prozent. Bei der ersten Aktion Anfang 2012 lag die Quote in NRW noch bei rund vier Prozent. - lnw

Quelle: wa.de

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