Woelki führt Erzbistum Köln

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Rainer Maria Woelki

KÖLN - Als "Diener und Helfer" will der neue Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki die mehr als zwei Millionen Katholiken im größten und reichsten deutschen Bistum führen.

Der Kardinal, der bisher das Erzbistum Berlin leitete, nahm am Samstag im Kölner Dom von seinem pensionierten Vorgänger Joachim Meisner den Petrusstab entgegen, einen 1000 Jahre alten Goldstab. Damit wurde symbolisch die Ernennung Woelkis besiegelt. Vor dem zweistündigen Festgottesdienst hatte der gebürtige Kölner mit Obdachlosen zusammen gefrühstückt. Im Anschluss an die Messe lud er zu Freibier und Snacks auf der Domplatte ein. Dazu war ausdrücklich jeder willkommen, egal ob gläubig oder nicht.

In einem Hirtenwort betonte Woelki, er stehe vor allem im Dienst an den Menschen: "Wie der Apostel möchte ich nicht Herr über euren Glauben sein, sondern Diener und Helfer zu eurer Freude."

Der atmosphärische Unterschied zu seinem Vorgänger Meisner, der das Erzbistum 25 Jahre lang mit harter Hand geführt hatte, war im Dom deutlich spürbar. Während der Messe wurden Gaben aus den Regionen des Erzbistums überbracht, so eine CD der Toten Hosen aus Düsseldorf, eine Packung Aspirin aus Leverkusen und ein FC-Maskottchen aus Köln. Dabei wurde im Dom viel gelacht.

Woelki war im Juli von Papst Franziskus ernannt worden. Wie in Berlin sieht Woelki auch in Köln die Flüchtlingshilfe als eine seiner vordringlichen Aufgaben. Außerdem wolle er den Dialog mit der evangelischen Kirche vorantreiben und das Gespräch mit anderen Religionen und Nicht-Gläubigen suchen, sagte er. - lnw

Quelle: wa.de

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