Legionellen in Warstein: Quelle nicht gefunden

WARSTEIN/ARNSBERG - Vor eineinhalb Jahren erkrankten in Warstein viele Menschen an einer Lungenentzündung. Sie hatten sich mit Legionellen infiziert, die aus einer Kühlanlage in die Luft gelangt waren. Die Suche nach einem Schuldigen blieb ergebnislos.

Die genaue Ursache für die tödliche Legionellen-Infektionswelle im Sauerland ist nicht zu finden. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat die Ermittlungen eingestellt. "Wir können die Quelle mit der für ein Strafverfahren nötigen Sicherheit nicht nachweisen", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel am Dienstag.

Bei der Welle im sauerländischen Warstein waren im Sommer 2013 zwei Menschen gestorben und vermutlich mehrere Hundert erkrankt. Wegen durch die Bakterien ausgelösten Lungenentzündungen waren mehr als 160 Menschen ins Krankenhaus gekommen. Vermutlich wurden noch einmal genauso viele Erkrankte von ihren Hausärzten behandelt. Die Legionellen waren zwar in mehreren Kühl- und Kläranlagen in Warstein entdeckt worden.

Die Staatsanwaltschaft berief sich bei der Einstellung der Ermittlungen auf zwei Gutachten. "Die Experten sprechen darin nur von Wahrscheinlichkeiten", sagte Poggel. Es sei nicht zweifelsfrei zu klären, ob die Bakterien ursprünglich aus der Kühlanlage eines metall verarbeitenden Betriebes oder aus der Warsteiner Brauerei stammten. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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