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Isolation und Quarantäne bei Corona: Welche Regeln aktuell in NRW gelten

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Von: Marcel Guboff

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Zehn Tage, sieben oder fünf Tage? Wie lange dauern Isolation bzw. Quarantäne bei Corona? Wie funktioniert das Freitesten in NRW? Diese Regeln gelten aktuell. 

Hamm - Wer mit dem Coronavirus infiziert ist, muss zu Hause bleiben. So lässt es sich zumindest in vereinfachter Form formulieren. Aber es gibt Unterschiede - und bei den Feinheiten der Regeln in Nordrhein-Westfalen ist einiges zu beachten. Die Landesregierung hat sie jetzt geändert.

Quarantäne und Isolation bei Corona: Das sind die aktuellen Regeln in NRW

Zunächst einmal: Als Isolierung gilt eine zeitlich befristete Absonderung „von Infizierten oder bestimmten ansteckungsverdächtigen Personen von anderen Menschen für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Isolierung stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben“, wie es offiziell heißt.  

Dagegen wird die entsprechende Absonderung von Kontaktpersonen - also von Personen, die mit einer infizierten Person Kontakt hatten, - offiziell als Quarantäne bezeichnet.

Corona in NRW: Wer muss in Quarantäne bzw. Isolation?

Wer in NRW in Quarantäne beziehungsweise in Isolation muss, ist durch die Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung klar geregelt. Das betrifft:

Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen ab Donnerstag, 5. Mai, nicht mehr verpflichtend in Quarantäne. Das geht aus der neuen Verordnung hervor, die das NRW-Gesundheitsministerium jetzt veröffentlichte. Stattdessen gilt die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), eigenverantwortlich die Kontakte zu reduzieren. Die neuen Regeln gelten auch für Personen, die mit einem Corona-Infizierten in einem Haushalt leben. Geimpfte oder genesene Mitarbeiter von Krankenhäusern, Pflegeheimen und ähnlichen „vulnerablen Einrichtungen“ müssen sich allerdings fünf Tage lang täglich vor Dienstbeginn testen.

Corona in NRW: Wie lange muss ich in Quarantäne oder Isolation?

Grundsätzlich enden Quarantäne beziehungsweise Isolation bei infizierten Personen und deren Kontaktpersonen nach zehn Tagen. Daran hat sich auch mit der neuen Test- und Quarantäne-Verordnung nicht geändert. Neu ist aber, dass die Isolation ab dem 5. Mai bereits nach fünf Tagen vorzeitig beendet werden kann und nicht wie bisher nach sieben Tagen. Darauf hatte sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zuletzt mit seinen Länderkollegen geeinigt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat dazu Anfang Mai eine „dringende Empfehlung“ formuliert, berichtet RUHR24.

Während in anderen Bundesländern nun kein negativer Corona-Test mehr erforderlich ist, um die Isolation zu beenden, hält NRW am Freitesten fest. „Gerade für den Schutz von vulnerablen Personen halte ich das auch weiterhin für geboten – insbesondere vor der Wiederaufnahme einer Tätigkeit in vulnerablen Einrichtungen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Nur mit einem offiziellen negativen Testergebnis (Bürgertest oder PCR-Test) darf ein Corona-Infizierter nach fünf Tagen das Haus wieder verlassen. Die Isolierungszeit beginnt übrigens ab dem Tag der ersten Symptome oder des positiven Testergebnisses.

Corona in NRW: Gibt es Ausnahmen von der Quarantäne-Regelung?

Ja. Sobald eine örtlich zuständige Behörde zusätzlich eine individuelle Anordnung zur Quarantäne, so geht diese in jedem Fall vor. Sie „übertrumpft“ dann sozusagen die generelle Regelung der Verordnung.

Corona in NRW: Was ist, wenn ein Haushaltsangehöriger sich während der Quarantänezeit infiziert?

Dazu heißt es in der aktuellen Corona-Test-und Quarantäne-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Treten in einem Haushalt eines Falles während der Quarantänezeit der Haushaltsangehörigen Folgefälle auf, so verlängert sich die Quarantänedauer für die übrigen Haushaltsmitglieder nicht über zehn Tage hinaus.“

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