Von Hundestrand bis Wakeboarding

Wasserqualität und Spaßfaktor - so gut sind die Badeseen in NRW

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Auch am Möhnesee ist das Baden "ausgezeichnet".

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und die Menschen zieht es ans Gewässer. Ein Bad im See oder in der Talsperre verspricht Abkühlung. In diesen Badeseen können Sie laut Landesamt unbekümmert plantschen. Eine Übersicht.

NRW - Seit vielen Jahren haben die EU-Behörden die Wasserqualität im Blick. Die gute Nachricht: Rund 96 Prozent der Badegewässer in NRW erhalten das Siegel "ausgezeichnet". Laut den Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wiesen 104 von 108 Messstellen an den 82 Badegewässern im vergangenen Jahr eine ausgezeichnete Qualität auf.

Lediglich der Elfrather See in Krefeld fiel als Badegewässer durch und erhielt die Note "mangelhaft". Die Ursache dafür seien zahlreiche Wasservögel, die das Gewässer verunreinigten. Die Stadt Krefeld hat den See daher mittlerweile als Badegewässer abgemeldet und ein Badeverbot ausgesprochen.

Baden in der Region unbedenklich

Einen unbeschwerten Sprung ins kühle Nass können Wasserratten aber in den Seen und Gewässern der Region wagen. Die Badestellen im Münsterland, Sauerland, in Ostwestfalen sowie am Niederrhein und im Ruhrgebiet wurden allesamt mit "gut" bis "ausgezeichnet" bewertet.

Ausgezeichnet wurden bereits im März der Haarener Baggersee in Hamm-Uentrop, das Naturfreibad Heil in Bergkamen, der Tuttenbrockersee in Beckum, der Sorpesee, der Möhnesee, der Lippstädter Alberssee, der Biggesee im Sauerland sowie die Glörtalsperre bei Schalksmühle und die Listertalsperre in Meinerzhagen. Der Horstmarer See in Seepark Lünen kann ein "gut" für sich verbuchen. 

Hier geht's zur Bewertung der einzelnen Seen

Die Seen im Überblick

Das LANUV hat alle Seen in Nordrhein-Westfalen in mehreren Karten samt der Wasserqualität von 2015 bis 2018 vermerkt und bewertet. Die aktuellen Wasserdaten für das laufende Jahr sind auch bei den jeweiligen Kreisen und kreisfreien Städten zu erfragen.

Die Gewässer in Ostwestfalen. 

Am Möhnesee zum Beispiel kann man an gleich zwei Badestellen sowie im Strandbad ins Wasser springen. Die Ufer in Delecke und im Seepark Körbecke sind rund um die Uhr zugänglich - und das sogar kostenlos. Der Lippesee in Paderborn bietet neben den Tretbooten auch eine Minigolfanlage. Wer so richtig aktiv werden will, sollte zum Haarener Baggersee fahren: Dort gibt es die Möglichkeit zum Wasserskifahren und Wakeboarden.

Die Gewässer im Münsterland.

800 Meter Natursandstrand und rund 30.000 Quadratmeter Wasserfläche: Mit diesen Daten lockt das Seebad Haltern am See. Gegen eine kleine Gebühr können sich die Besucher hier in einem Strandkorb niederlassen und die Sonne genießen.

Als Wundertüte beschreibt sich selbst der Aasee in Münster. Neben Beachvolleyball sind dort auch Sportarten wie Boule, Boccia, Tischtennis, Segeln, Rudern oder Angeln möglich. Die Liste scheint schier endlos. Viele der Angebote können auch bei schlechtem Wetter aufgrund der Indoor-Anlagen wahrgenommen werden.

Die Gewässer im Sauerland.

Für Segler, Taucher, Surfer und auch Angler bietet sich der Biggesee bei Attendorn an. Im Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee gibt es gleich mehrere Badestellen. 

Nachdem die Baumaßnahmen zur Aufwertung der Glörtalsperre so gut wie abgeschlossen sind, kann auch in der Glör bei Schalksmühle bald wieder geplanscht werden. Dennoch teilen die Betreiber mit: "Die Wasserqualität wird zurzeit regelmäßig in kürzeren Intervallen, als sonst üblich, geprüft. Aufgrund der aktuell vorliegenden Untersuchungen zur Qualität des Gewässers ist das Baden aufgrund des Wasserstandes mit eingeschränkter Qualität möglich. Dieses ist jedoch nur bei besetzter DLRG-Station erlaubt."

Die Gewässer am Niederrhein und im Ruhrgebiet.

Tauchen, Surfen und Kiten, Segeln, Angeln und natürlich auch Baden ist an der Aggertalsperre zwischen Gummersbach, Bergneustadt und Meinerzhagen möglich. Einen Hundestrand gibt's im Strandbad Freizeitsee Menzelen. Und auch für Kinder bietet sich der See an, denn mit seinem flachen Wasserzugang ist er bestens für Nicht-Schwimmer geeignet. 

Auch bei schlechtem Wetter schön

Sollten die Temperaturen mal nicht badefreundlich sein, steht einem Besuch der Badeseen aber dennoch nichts im Wege. Auf Möhne, Bigge, Sorpe und Henne  bietet sich auch immer wieder der Gang auf die Personenschiffe an. Dabei bleibt es aber nicht nur beim normalen Linienverkehr.

Es gibt beispielsweise diverse Brunch-Fahrten, das Ü30-Partyboot, Piraten-Schifffahrten, Musical-Shows und Krimi-Dinner. Selbst Hochzeiten und Firmen-Events sowie Sonderfahrten für Gruppen und Vereine sind möglich.

Weitere Infos zu den Schifffahrten gibt's hier

Oder lieber ins Freibad?

Wem der See im wahrsten Sinne des Wortes zu undurchsichtig ist, fährt wahrscheinlich lieber in die Frei- oder Allwetterbäder der Region. Zwei Erlebnisrutschen, jeweils ein Wellen-, Erlebnis und Außensolebecken sowie einen großen Kleinkindbereich finden Besucher zum Beispiel im Maximare in Hamm

Deutschlands ersten AquaLooping findet sich derweil im Aquamagis Plettenberg. Dort bieten 13 Wasserlandschaften Bade- und Plantschspaß für Groß und Klein. Ein waschechtes Freibad gibt's zum Beispiel in Wickede/Ruhr. 12.500 Quadratmeter voll mit Sprunganlagen, Kinderwasserbecken und Liegewiesen direkt am Ruhrufer versprechen einen erholsamen Tag.
- Von Jennifer Klotz

Hier geht's zu den schönsten Freibädern und Badeseen der Region

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Quelle: wa.de

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