PS-Bolide aus dem Münsterland

DÜLMEN ▪ Der Sportwagen-Hersteller Wiesmann aus dem Münsterland präsentiert auf dem Genfer Auto-Salon in dieser Woche einen neuen Prototyp mit 420 PS. Der Gran Tourismo GT MF4-S mit ausfahrbarem Heckflügel hat eine Spitzengeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern und kostet fast 134 000 Euro. Das Familien-Unternehmen Wiesmann fertigt seit 1988 in Dülmen in kleiner Serie Roadster und Coupés. Weltweit wurden bisher gut 1000 Autos abgesetzt.

Die Automobilkrise verhagelt den Dülmenern nach den Worten von Firmenchef Friedhelm Wiesmann nur in einzelnen Märkten das Geschäft. „Russland, Spanien, Großbritannien, da geht derzeit nichts. Sonst hat sich die Kaufzurückhaltung schon wieder aufgelöst.“ Im vergangenen Jahr hat Wiesmann einen Umsatz von 20 Millionen Euro erzielt.

Die Käufer beschreibt Friedhelm Wiesmann so: „Männlich, mittleren Alters, mit hohem Einkommen. Leute, die das Gröbste hinter sich haben. Haus gebaut, Kinder großgezogen. Die einen segeln dann umher, andere ziehen nach Mallorca oder legen sich unseren Roadster zu.“ Wiesmann stellt sich internationaler auf, setzt auch auf Märkte in Saudi-Arabien und Japan. Derzeit aber verkauft die Marke immer noch mehr als die Hälfte der Autos in Deutschland.

Das Volumen wächst: Etwa 250 Fahrzeuge sollen dieses Jahr aus der Produktion der „gläsernen Manufaktur“ mit 100Mitarbeitern rollen. ▪ dpa

Quelle: wa.de

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