Fall aus Dortmund

Samenraub: OLG Hamm weist Schadenersatzklage ab

HAMM - Das Oberlandesgericht Hamm (OLG) hat die Schadenersatzklage eines Mannes im sogenannten Samenraub-Prozess zurückgewiesen. Die Behauptung des Klägers, seine Unterschrift unter dem entscheidenden Dokument sei gefälscht worden, nahmen die Richter ihm nicht ab.

Er habe selbst unterschrieben, urteilte der 22. Zivilsenat, wie ein Sprecher des OLG am Montag mitteilte. Der Mann hatte behauptet, dass eine 2004 abgegebene Spermaprobe ohne seine Zustimmung über einen vereinbarten Zeitraum hinaus aufbewahrt und dann für eine künstliche Befruchtung eingesetzt wurde. Eine Frau brachte 2007 nach der so erzeugten Schwangerschaft Zwillinge zur Welt. Daraufhin erklärte der Samenspender, seine Unterschrift unter der Einverständniserklärung zur Befruchtung sei gefälscht, und verklagte Ärzte eines Kinderwunschzentrums in Dortmund. Das Landgericht dort gab ihm in der Vorinstanz recht und verurteilte die Fachärzte der Klinik wegen Verletzung vertraglicher Pflichten zu Schadensersatz.

Das OLG in Hamm folgte aber dem Urteil eines Sachverständigen, der die Unterschrift mit hoher Wahrscheinlichkeit dem 41-jährigen Kläger zuwies. Außerdem habe der sich widersprüchlich geäußert und sei deshalb unglaubhaft. (Aktenzeichen: I-22 U 108-12)

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Quelle: wa.de

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