Zwei Jahre auf Bewährung - Urteil im Prozess um Reemtsma-Lösegeld

[UPDATE: 15:25] AACHEN - Der Erpresser im Zusammenhang mit dem verschwundenen Millionenlösegeld aus der Reemtsma-Entführung ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft Aachen hatte vier Jahre Haft gefordert.

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Der 62-Jährige Hauptangeklagte habe führende Köpfe der mittlerweile verbotenen Frankfurter Hells Angels mit seinem Wissen über Geldwäsche von Teilen des Lösegelds erpresst und rund 30 000 Euro abkassiert, stellte das Aachener Landgericht am Dienstag in dem Urteil fest.

Seine mitangeklagte Schwester wurde zu einer Geldstrafe verurteilt wegen Beihilfe zur versuchten Erpressung.

Insgesamt habe der Angeklagte 83.000 Euro kassiert. Die Anklage hatte für den 62-Jährigen die Verurteilung wegen gewerbsmäßiger Erpressung und für die Schwester ein Jahr und sechs Monate Haft auf Bewährung wegen Beihilfe gefordert. Sie habe für die Überweisungen zum Bruder nach Brasilien gesorgt.

Die Verteidiger hatten Freispruch gefordert.

Bei der Entführung des Hamburger Millionen-Erben Jan Philipp Reemtsma 1996 war das Opfer gegen Zahlung des bis dahin höchsten bekannten Lösegeldes von 30 Millionen Mark freigekommen. Vom Großteil der Beute fehlt jede Spur.

Aachen ist die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft bei der Suche nach dem verschwundenen Geld. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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