Nach Fahrrad-Unfall

Unfassbar hoher Wert: Frau aus dem MK stellt neuen Promille-Rekord auf

Rekordverdächtig! Nachdem eine Fahrradfahrerin gestürzt war und aus dem Mund nach Alkohol gerochen hatte, ordnete die Polizei des Märkischen Kreises eine Blutprobe an. Das Ergebnis ist beeindruckend - und möglicherweise ein neuer Rekordwert in Nordrhein-Westfalen.

Iserlohn - Die Geschichte begann am 14. Oktober, als eine 46-jährige Frau in Iserlohn vom Fahrrad stürzte. Weder verletzte sich die Frau ernsthaft noch kamen andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden. Doch aufgrund einer leichten Verletzung rückten Rettungskräfte zum Unfallort an.

StadtIserlohn
LandkreisMärkischer Kreis
Fläche125,5 km²
Einwohner92.174 (Dezember 2019)

Frau aus Iserlohn stellt neuen Promille-Rekord auf: Wie konnte die Fahrradfahrerin überhaupt überleben?

Diese bemerkten, dass die Frau aus dem Mund nach Alkohol roch. Polizeibeamte ordneten deshalb eine Blutprobe an. Das sogenannte rechtsmedizinische Gutachten zeigt nun ein eindrucksvolles Ergebnis und wirft beinahe schon die Frage auf, wie die Frau aus Iserlohn überhaupt überleben konnte.

Laut des Gutachtens ergab sich eine Blutalkoholkonzentration von 5,18 Promille. Dazu sagt die Polizei des Märkischen Kreises: „Einen vergleichbaren Wert hat es im Zuständigkeitsbereich der Polizei MK bislang nicht gegeben.“

Und nicht nur im Märkischen Kreis dürfte das ein rekordverdächtiger Wert sein. Grundsätzlich gelten Werte von über 4 Promille Blutalkohol oftmals als tödlich. 2004 wurde in Hagen ein Autofahrer mit einem Wert von 5,9 Promille aus dem Verkehr gezogen. Ob es sich um Atem- oder Blutalkohol handelte, ist nicht übermittelt.

Eine Frau aus Iserlohn hat den Promille-Wert im MK gebrochen. Sie war zuvor auf ihrem Fahrrad gestürzt.

Frau aus Iserlohn stellt neuen Promille-Rekord auf: Strafverfahren gegen Fahrradfahrerin

Der deutschlandweite Rekord eines Blutalkoholwerts liegt bei 8,1. Im Februar 2002 überlebte damals ein in Berlin lebender Pole, da ihm ein Klinikum in Kreuzberg mit einer Blutwäsche das Leben rettete.

Die Polizei des Märkischen Kreises weist darauf hin, dass auch für Radfahrer Alkoholgrenzen gelten. Liegen Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien fahren oder lallendes Sprechen sowie ein Atemalkoholwert von über 0,3 Promille vor, können Beamte bereits zur Blutprobe bitten.

Ab einem Atemalkoholwert von 1,6 Promille gibt es in jedem Fall eine Blutprobe. Radfahrer, die alkoholisiert aufs Zweirad steigen, können zudem ihren Führerschein verlieren. Auch gegen die Frau aus Iserlohn wird demnach wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Dass Fahrradfahrer mit einem Alkoholwert von über 1,6 Promille angehalten werden, ist nicht unüblich. In Soest kam es vor ein paar Wochen etwa zu zwei Zwischenfällen. Ein Mann wurde mit über drei Promille aus dem Verkehr gezogen*. Zudem beschlagnahmten die Beamten zudem Drogen. Ein anderer Mann krachte alkoholisiert in einen Streifenwagen* und kam anschließend in ein Krankenhaus.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul / dpa

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