Private Altersvorsorge – von der Riester-Rente bis zur Lebensversicherung

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Damit Sie sich Ihren gewohnten Lebensstandard erhalten können, denken Sie rechtzeitig an eine private Altersvorsorge.

Die gesetzliche Rente wird in Zukunft für immer weniger Menschen ausreichen. Nur wer sich zusätzlich privat absichert, kann später der Altersarmut entgehen. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge es gibt, und worauf Sie dabei achten sollten.

Weder in einkommensstarken noch in gering verdienenden Bevölkerungsschichten sorgen die Menschen ausreichend fürs Alter vor. Das ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem Jahr 2011. Und das, obwohl bekannt ist, dass die gesetzliche Rente in den kommenden Jahren immer niedriger ausfallen wird, da die Zahl der älteren Menschen steigt.

Mit einer privaten Altersvorsorge lässt sich die Rentenlücke schließen. Informieren Sie sich zunächst bei der staatlichen Rentenversicherung über Ihren Rentenanspruch. Klären Sie, ob Sie Unterlagen nachreichen müssen, damit Ihre Beitragsjahre lückenlos dokumentiert sind. Suchen Sie sich dann einen unabhängigen Rentenberater, der keine Provision für die Vermittlung teurer Produkte erhält. Solche Berater finden Sie zum Beispiel beim Bundesverband der Versicherungsberater.

Formen der privaten Altersvorsorge

Arbeitnehmer, die derzeit in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können etwa mit der Hälfte ihres letzten Bruttogehalts als monatliche Rente rechnen. Damit Sie jedoch im Alter nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten müssen, sollten Sie rechtzeitig überlegen, welche Form der Altersvorsorge von der Riester-Rente bis zur privaten Rentenversicherung für Sie in Frage kommt:

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Als Arbeitnehmer schließen Sie einen Riester-Vertrag ab und zahlen einen monatlichen Betrag ein, den Sie ansparen. Der Staat fördert die Riester-Rente mit verschiedenen Zulagen. Auch wenn sie nur geringe Rendite abwirft, profitieren viele davon. Vor allem Familien mit Kindern erhalten hohe Zulagen – pro Kind bis zu 300 Euro pro Jahr. Bei Renteneintritt können Sie sich 30 Prozent der angesparten Summe auf einmal auszahlen lassen.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente ist wie die Riester-Rente eine private Altersvorsorge, die der Staat fördert. Mit der Rürup-Rente lassen sich jedoch höhere Summen ansparen. Diese Form der Altersvorsorge lohnt sich vor allem für Selbstständige und Freiberufler, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Die angesparte Summe wird Ihnen ab dem 60. Lebensjahr als monatliche Rente ausgezahlt.

Kapitalanlage

Wenn Sie zusätzlich zu gesetzlicher und staatlich geförderter Altersvorsorge noch Vermögen aufbauen können, sind Sie im Rentenalter gut abgesichert. Legen Sie Ihr Geld zum Beispiel in Aktien, Spareinlagen oder Immobilien an oder zahlen Sie es in eine private Rentenversicherung ein. Bei Letzterer investieren Sie Ihr Geld in der Regel in Wertpapiere zu einem fest vereinbarten Zinssatz. Viele Versicherer geben Überschüsse an ihre Kunden weiter, sodass die Renten deutlich höher ausfallen können. Das wird jedoch nicht garantiert.

Lebensversicherung als private Altersvorsorge

Etwa zwei Drittel der Deutschen haben eine Form der Lebensversicherung abgeschlossen – zum Beispiel eine Kapitallebensversicherung zur privaten Altersvorsorge. In der Ansparphase zahlen Sie einen monatlichen Betrag zu einem garantierten Zinssatz ein. Erleben Sie das Ende der Laufzeit, zahlt Ihnen die Versicherung das angesparte Geld entweder als monatliche Rente oder in einem Betrag aus. Doch Lebensversicherungen sind teuer. Sie müssen mit Verwaltungs-, Inkasso- und Vertragseinrichtungskosten rechnen. Kündigen Sie Ihren Vertrag vorzeitig, weil Sie das Geld anderweitig benötigen, machen sie ein Verlustgeschäft.

Quelle: wa.de

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