Schlüpfriges Foto mit Verweis auf Internetseite zu sehen

Porno-Werbung am Infoscreen: Hacker düpieren  Altena - das sagt die Stadt

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Polizeibeamte "verhüllten" den Infoscreen. Zur Vollansicht des Fotos klicken Sie oben rechts.

[Update 9.27 Uhr] Während Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein zusammen mit weiteren Kommunalpolitikern am Mittwoch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue empfangen wurde, hatten seine Mitarbeiter in der Heimat ganz andere Sorgen: Auf den Infoscreen am Parkplatz Langer Kamp hatten offenbar Hacker - mal wieder - Porno-Werbung live geschaltet. Die Polizei ermittelt.

Altena - "Nackte Tatsachen statt nüchterne Fakten": So umschreibt die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung das, was sich am Mittwochmittag in der Burgstadt Altena abgespielt hat.

Demnach hatten sich "Computer-Freaks", sogenannte Hacker "zum wiederholten Male" Zugriff auf den öffentlichen Infoscreen am Parkplatz "Langer Kamp" verschafft.

Am Mittag den Bildschirm abgeklebt

Dort, wo viele Besucher der Burg Altena und des Deutschen Drahtmuseums sowie Innenstadtbesucher parken und wo der Bürgerbus hält, sei ein Porno-Foto zu sehen gewesen.

Ein Sprecher der Polizei konkretisierte das im Gespräch mit unserer Redaktion dahingehend, dass zusammen mit dem schlüpfrigen Bild auch eine Werbeeinblendung für eine einschlägige Seite im Internet zu sehen gewesen sei.

Diese bemerkten Polizisten bei der Streife am späten Vormittag. Etwa gegen 12.15 Uhr hätten dann Beamte den Bildschirm verklebt, Beweise gesichert und die Stadt informiert, die das Gerät über einen Dienstleister betreibt. 

Am Abend war der Bildschirm grün

Am Abend war diese Folie nicht mehr vollständig angebracht, zu sehen war nur noch ein grüner Bildschirm. 

Wie es auf Anfrage aus dem Rathaus Altena hieß, habe man über die zuständige Fachfirma und einen örtlichen Betrieb sowohl den Router als auch das eigentlich Programm noch einmal von den Sicherheitseinstellungen her überarbeitet.

Es habe zwar einen zeitlichen Verzug gegeben, weil die zuständige Mitarbeiterin erkrankt sei. Man habe sich aber bemüht, den Zugang sicherer zu machen und hoffe, dass im Laufe des Donnerstages der Service wieder zur Verfügung stehe.

Die Polizei ermittelt nun wegen der Verbreitung pornografischer Erzeugnisse.

Mehrfach war auf diesem Infoscreen bereits Pornografie zu sehen, zuletzt im August 2014. Vor fünf Jahren allerdings waren nicht etwa Hacker am Werk gewesen. Vielmehr hatten Unbekannte an dem Infoscreen einfach manuell eine entsprechende Internetseite angesteuert und ein "Bewegtbild" abgespielt.

So berichteten wir vor fünf Jahren:

- Porno-Attacke: Firmen zum Rapport / Terminal wird videoüberwacht

Hacker knackt Stadt-Bildbox: Pornos statt Informationen

Quelle: wa.de

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